Dienstag, 27. Juli 2021 - KW 30 

damals

TV 01: Gold für Jasinski, vier Medaillen insgesamt bei der DM in Braunschweig

Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Mit dieser Bilanz kehrt die Mannschaft des TV Wattenscheid 01 zurück von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig.

„Es gab positive und negative Überraschungen“, sagte TV-01-Manager Michael Huke sofort nach dem Ende der Meisterschaften, „es war so durchwachsen wie das Wetter. Nach der schwierigen Vorbereitung sind wir aber zufrieden. Großartig waren Marius Probst mit einer persönlichen Bestleistung im erst zweiten Saisonrennen und Daniel Jasinski, der jetzt sicher für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert wird. Damit haben wir schon drei dort, nach Hendrik Pfeiffer und Amanal Petros. Vier Medaillen, das ist OK.“

Eine Goldmedaille sicherte sich Daniel Jasinski – fast mit Ansage. Der Deutsche Jahresbeste zeigte im Diskus-Wettkampf, warum er der Mann der Stunde in dieser Disziplin ist. 65,08 Meter weit flog sein Diskus bei schlechten Wetterbedingungen, das konnte keiner der starken Konkurrenten toppen. Jasinski machte nicht einen Moment den Eindruck, als würde er sich den Meistertitel an diesem Sonntag nehmen lassen. Übrigens sein erster: „Ich freu mich riesig, die Konkurrenz bei uns ist superstark, ich konnte mich heute durchsetzen, auch mit einer relativ guten Weite. Es hatte angefangen zu regnen, aber am Ende sind die Bedingungen für alle gleich. Es war nicht immer leicht in den letzten Jahren. Aber meine Familie, mein Vater, meine Kinder, meine Frau, alle haben mir immer gut zugesprochen. Und die Motivation meinerseits war immer wieder da. Es passt im Moment alles gut zusammen, so kann man weitermachen.“

Gold samt Meistertitel gab es auch für Hürdensprinter Erik Balnuweit. So könnte es noch eine Weile weitergehen – da hätte auch Erik Balnuweit sicher nichts dagegen. Auch, wenn er sich derzeit, wie er selbst sagt, „im Spätherbst“ seiner Karriere befindet. Bei diesen Deutschen Meisterschaften allerdings hat es endlich mal geklappt mit der Goldmedaille unter freiem Himmel. 13,61 Sekunden, Saisonbestleistung. „Durch den Weltmeistertitel mit dem Team hat sich bei mir eine innere Zufriedenheit eingestellt“, sagte der Routinier nach seinem Sieg, „danach war ich mit allem fein, auch mit der Karriere, wenn sie denn irgendwann mal vorbei ist. Das hat mich beflügelt, cool zu bleiben, mein Ding zu machen.“ Marius Lewald wurde Fünfter im Halbfinale (14,86 Sekunden).

Marius Probst holte sich die Silbermedaille. Nur, könnte man meinen. Dabei war der Titelverteidiger so schnell über die 1500 Meter unterwegs wie nie zuvor. Bei 3:35,88 Minuten blieb die Uhr für Marius Probst stehen, das bedeutete persönliche Bestleistung. Marius Probst zeigte in einem ultraschnellen Rennen, dem schnellsten Meisterschaftsrennen seit Jahren über diese Distanz, im Schlussspurt das beste Stehvermögen der Verfolgergruppe und rannte vom fünften noch auf den zweiten Platz vor. „Ich bin noch nie so viel beglückwünscht worden wie für diesen zweiten Platz“, sagte Marius Probst nach dem Rennen, „es ist am Ende doch irgendwie ein Traum. Natürlich ist der zweite Platz nicht das, was man am Ende will – aber mit der Zeit und den Umständen der letzten Wochen bin ich einfach unheimlich glücklich. Ich bin jetzt knapp an der Olympianorm vorbei, da fehlt nicht mehr viel.

Bronze sicherte sich Djamila Böhm über die 400 Meter Hürden, in 58,29 Sekunden. „Die Medaille war mein Ziel, und das ist supi“, so Böhm, „mit der Zeit bin ich leider gar nicht glücklich, ich habe seit der (Corona-) Impfung einfach große Probleme bei der Energiebereitstellung und hoffe, dass ich das bis zu den verbleibenden Rennen in dieser Saison noch in den Griff bekomme, so der Wattenscheider Neuzugang.“

Einen vierten Platz gab es für Robin Erewa über die 200 Meter. Nach einem lockeren Sieg im Halbfinale in 21,01 Sekunden konnte der Routinier und vielfache deutsche Meister das Niveau im Finale nicht halten und kam in 21,25 Sekunden ins Ziel. „So schlecht war ich noch nie bei Deutschen Meisterschaften“, sagte ein hochgradig enttäuschter Robin Erewa nach dem Rennen, „dafür gibt es keine Entschuldigung.“ Grund waren offensichtlich Knie-Probleme, „aber wenn ich mich hinstelle, dann ist alles andere egal. Da muss man sich Gedanken für die Zukunft machen.“

Auch Julia Ritter dürfte mit schlechter Laune nach Hause fahren. Mit dem Diskus wurde das Wurf-Multi-Talent des TV Wattenscheid 01 nur Sechste – mit einer für sie mittlerweile schlechten Weite von 57 Metern. Schon nach dem Kugelstoßen war Julia Ritter mehr als ärgerlich, im letzten Versuch wurde sie vom Bronze-Rang verdrängt, wurde am Ende mit 17,58 Metern unglückliche Vierte. „Es gibt nicht viel Positives zu sagen“, sagte sie nach dem Kugelstoßen, „aber mit meiner Leistung Dritte zu werden, wäre auch komisch gewesen. Ich war sehr langsam, schwerfällig, weich, wenn die Beine nicht mitspielen, dann kommt nicht viel dabei rum.“ Trainingskollegin Hanna Meinikmann kam mit 16,09 auf den achten Rang. Bei den Männern wurde Timo Northoff Zehnter (16,96 Meter).

Pech hatte auch Jessie Maduka im Dreisprung. Eine Saisonbestleistung von 13,85 Metern reichte nicht für einen Medaillenrang, am Ende war es ein undankbarer vierter Platz. Maduka wurde im letzten Versuch noch ausgebremst, kontern konnte sie nicht mehr.

Die Möglichkeit hatte Christina Honsel erst gar nicht. Die Titelverteidigerin im Hochsprung laboriert seit längerem an einer schmerzhaften Fußverletzung, trat aber trotzdem an. Die Anfangshöhe von 1,70 Metern war allerdings für die Hochspringerin, die sonst um die zwanzig Zentimeter höher springt, schon ein unüberwindbare Hürde, Honsel schied sofort aus. Ihre Vereinskollegin, die Wattenscheider Nachwuchsathletin Charlotte Haas, wurde mit 1,75 Metern Achte.

A propos Nachwuchs: sich zeigen konnte auch 800 Meter-Läuferin Radha Fielder, die zwar in ihrem Halbfinale nicht über einen siebten Platz hinauskam und so beim Endlauf zusehen musste – die aber mit 2:10,11 Minuten in Braunschweig eine persönliche Bestzeit auf die Bahn brachte. Schneller als jemals zuvor beim Saisonhöhepunkt, das macht gute Athleten aus.

Über das Halbfinale nicht hinaus kamen auch die Wattenscheider Vertreter über die 100 Meter. Maurice Huke und Philipp Trutenat schieden mit 10,62 beziehungsweise 10,55 Sekunden in der Vorschlussrunde aus. Johanna Bechthold war zum Halbfinale bei den Frauen nicht angetreten, sie hatte sich beim Aufwärmen verletzt und sich eine leichte Zerrung zugezogen.

Das Finale über 400 Meter erreichte dagegen Torben Junker. Der Viertelmeiler kam dort auf den sechsten Platz (47,01 Sekunden). Im Halbfinale am Samstag war er noch ein bisschen besser unterwegs: da kam er mit Saisonbestleistung auf den zweiten Platz, in 46,77 Sekunden.

Im Endlauf über 800 Meter wurde Maximilian Sluka Achter (1:51,76 Minuten), Neunte wurde Nicola Kondziella im Weitsprung der Frauen (5,76 Meter).

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Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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Zweites Bochumer Energieeffizienz-Netzwerk legt Einsparziele vor

Um die Energieeffizienz bei Bochumer Unternehmen zu steigern und Treibhausgasemissionen zu senken, hatten die Stadtwerke Bochum im vergangenen Herbst das zweite Energieeffizienz-Netzwerk ins Leben gerufen. „Nach einem detaillierten Monitoring gehen wir davon aus, dass wir unter allen Netzwerkpartnern in Summe eine Energieeinsparung von zehn Prozent und eine CO2-Einsparung von rund 15 Prozent erzielen werden“, prognostiziert Marc Vogel, Leiter Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Bochum.
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Umfangreiche Gleisbauarbeiten an der Linie 302

Auf der Friedrich-Ebert-Straße und der Lyrenstraße (einschließlich des Kreuzungsbereichs) Bauarbeiten zur Instandhaltung der Strecke der Linie 302 nötig. Diese Gleiserneuerung wird in einem Teil der Sommerferien ausgeführt.

Um einen schnellen und sicheren Bauablauf bei der Gleiserneuerung zu erreichen, muss während der gesamten Bauzeit zwischen der Friedrich-Ebert-Straße 36 und der Lyrenstraße 20 die Verkehrsführung geändert werden. So wird u.a. die Zahl der Fahrspuren an bestimmten Stellen verringert bzw. die Spuren eingeengt. Es kommt zu Verkehrsbehinderungen.
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Feuerwehr Bochum unterstützte örtliche Kräfte im Kreis Heinsberg

Am späten Freitagabend, 16. Juli 2021, alarmierte die Bezirksregierung Arnsberg die Feuerwehr-Bereitschaft 2 des Regierungsbezirks zur Unterstützung des Kreises Heinsberg. Im dortigen Kreis brach ein Damm der Rur und überschwemmte große Teile von Wassenberg-Ophoven.

Die Feuerwehr-Bereitschaft 2, mit Einsatzkräften der Feuerwehr Herne, des DRK Bochum und der Feuerwehr Bochum, machte sich daraufhin um 01.30 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag auf den Weg nach Ophoven. Die örtlichen Einsatzkräfte, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Tagen im Einsatz waren, mussten abgelöst werden.
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TV 01 bekommt tierische Hilfe

Das Leben ist endgültig zurück im Lohrheidestadion Wattenscheid. Schon seit einiger Zeit ist die Heimat des TV Wattenscheid 01 die „Eventbühne Lohrheidestadion“, mit den verschiedensten (und wegen der Corona-Pandemie naturgemäß recht kleinen) Veranstaltungen und Kursen.

Neu im Organisations-Team ist Milow, der mit Sicherheit das jüngste Mitglied der Mannschaft ist. Der Border-Collie-Welpe befindet sich allerdings noch in der Ausbildung. Dann aber soll auch er mithelfen: „Ich möchte den Hund in die Wettkämpfe einbinden. Im Läuferdienst, er könnte zum Beispiel Start- und Wettkampflisten aus dem Wettkampfbüro zu den Kampfrichtern bringen. Im Moment ist er noch in der Welpenschule, aber innerhalb dieses Jahres hat er das definitiv drauf“, erzählt Timo Görs. Und er meint das ernst. Ein Geschirr mit dem TV 01-Logo hat Hund Milow schon – auf der einen Seite steht „Azubi“, auf der anderen „Bringdienst“.
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