Dienstag, 07. Dezember 2021 - KW 49 

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Laubzeit ist Besenzeit

3.000 Laubkörbe aufgestellt, Einsatz von Elektro-Laubblasgeräten, zusätzliche Sammelstellen für Grünschnitt: Die Laubsaison in Bochum und Wattenscheid ist in vollem Gang. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung bedeutet der Herbst viel Arbeit. Die komplette Mannschaft steht mit Kehrmaschinen, Laubblasgeräten und Besen parat, um das Laub schnellstmöglich von den Fahrbahnen und Gehwegen zu entfernen. Verkehrssicherungspflicht lautet das oberste Gebot.

Unter bestimmten Witterungsbedingungen und in großen Mengen kann das Herbstlaub im öffentlichen Verkehrsraum zu Gefährdungen führen. Dafür sind die USB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sechs Tagen die Woche bis zu zehn Stunden pro Tag im Einsatz. Neben der reinen Handarbeit mit Besen wird die Laubentfernung mit maschinellem Einsatz durch Kehrmaschinen, Laubsaugern und Blasgeräten unterstützt. Der Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen und Geräten nimmt dabei zu. Inzwischen sind zwei vollelektrische Kleinkehrmaschinen und vier vollelektrische Kehrichtsammelwagen im Einsatz. Die Kehrarbeiterinnen und Kehrarbeiter können mittlerweile auf 28 elektrisch betriebene Laubblasgeräte zurückgreifen.

Um die Geräuschentwicklung möglichst gering zu halten, setzt der USB immer mehr auf den Einsatz von akkubetriebenen Elektro- Laubblasgeräten. Insbesondere bei trockenen Verhältnissen haben diese deutlich leiseren Geräte genug Kraft, um es mit den Laubmengen aufzunehmen. Durchschnittlich bewegen die USB-Mitarbeiter ca. 30.000 Kubikmeter Laub während einer Laubzeit.

Überall dort, wo der USB das ganze Jahr Gehwege reinigt, entfernt er im Herbst das Laub. Zudem hat der USB ca. 3.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufgestellt. In diesen Körben können die Bürgerinnen und Bürger das Laub von den öffentlichen Gehwegen sammeln und die USB- Stadtreinigung bei der Laubentsorgung unterstützen. Anwohner, die keinen Laubkorb vor ihrer Liegenschaft stehen haben, können Körbe in der unmittelbaren Nachbarschaft gemeinschaftlich nutzen. In den Körben liegt das Laub bis zur Entleerung durch die USB-Großfahrzeuge windsicher.

Der Laubkorb dient nur zur Aufnahme des Laubs von Straßenbäumen auf öffentlichen Gehwegen. Fehlbefüllte Körbe mit Tüten, Säcken, Gartenabfällen, Grünschnitt, Erdmaterialien und anderen Abfällen werden vom USB Bochum wieder eingezogen. Äste und Zweige gehören ebenfalls nicht in die Laubkörbe. Diese können zu Schäden an den Saugmaschinen führen.

Für die Entsorgung der eigenen Gartenabfälle bietet der USB die kostenlose Abgabe an allen Bochumer Wertstoffhöfen an. Grünschnitt, Laub und andere Gartenabfälle können auch über die Biotonne entsorgt werden. Eine Biotonne mit 60 Liter Fassungsvermögen ist bereits für 30 Euro jährlich erhältlich.

Zusätzliche Sammelstelle für Grünschnitt in Wattenscheid noch bis 6. November
Für die Dauer von fünf Wochen hat der USB eine zusätzliche Sammelstelle für Grünabfälle in Wattenscheid eingerichtet. Bis Samstag, 6. November, stehen den Bürgern auf dem Parkplatz am Hallenfreibad Höntrop Container für die Abgabe von Grünschnitt zur Verfügung. Der Parkplatz ist über die Straße „In der Mark“ erreichbar. Anlieferungen in haushaltsüblichen Mengen (ca. 2 m³) sind von montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und samstags von 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr möglich.
Eine weitere Grünabfall-Sammelstelle steht an der Bergener Straße zur Verfügung. Anlieferungen sind auch dort in haushaltsüblichen Mengen (ca. 2 m³) von montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und samstags von 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr möglich.

Anlieferungen mit Sprintern, Transportern oder Anhängern können nur am Wertstoffhof Havkenscheider Straße erfolgen. Ab einer Grünschnittmenge von 2 m³ ist eine Terminvereinbarung nötig: 0800 3336288.


(Bild: Voller Einsatz im Herbst. (Foto: USB))

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Elektrisches Abfallsammelfahrzeug unterwegs

Die USB Bochum GmbH hat ihr erstes vollelektrisches Abfallsammelfahrzeug in Dienst gestellt. Das neue Fahrzeug ist in der Papiersammlung in Bochum eingesetzt und hat bereits die ersten Fahrten hinter sich. Das Fahrzeug des Herstellers Geesinknorba bezieht seine komplette Energie aus einer 200kWh-Batterie-Einheit. Damit kann es einen kompletten Arbeitstag bestreiten.

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Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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