Montag, 16. Mai 2022 - KW 20 

Infos zur Landtagswahl NRW am 15. Mai

Corona: Bischof Overbeck wirbt in Brief an alle Gemeinden fürs Impfen

Ruhrbischof Overbeck äußert in einem Schreiben an alle katholischen Christen im Ruhrbistum seine Sorge angesichts der dramatischen Auswirkungen der aktuellen Corona-Welle. Auch in der Kirche führten die Belastungen und Spannungen zwischen Geimpften und Ungeimpften zu Auseinandersetzungen.

In einem Brief an alle Katholikinnen und Katholiken im Bistum Essen bringt Bischof Franz-Josef Overbeck seine Sorge angesichts der dramatischen Auswirkungen der aktuellen Corona-Welle zum Ausdruck und wirbt mit deutlichen Worten fürs Impfen. „Das Impfen ist Ausdruck von Solidarität, konkreter Nächstenliebe und Gerechtigkeit, weil es darum geht, eine gefährliche Situation in unserem Land und weltweit gemeinsam zu überwinden“, schreibt Overbeck in dem Text, der an diesem Wochenende, dem dritten Advent, veröffentlicht wird. „Die Entscheidung zu einer Impfung ist damit mehr als eine private Entscheidung, weil sie schwerwiegende gesellschaftliche und gemeinschaftliche Folgen hat“, betont der Bischof.

Bischof Franz-Josef Overbeck. Archivfoto: Oliver Müller | Bistum Essen

Overbeck geht in seinem Brief auf die großen Belastungen durch die bald zwei Jahre andauernde Pandemie ein, erinnert an bundesweit mehr als 100.000 und weltweit mehr als fünf Millionen Tote und zollt den vielen Menschen Respekt „die im medizinischen und pflegerischen Dienst bis an den Rand der Erschöpfung und oft deutlich darüber hinaus um Gesundheit und Leben vieler Menschen kämpfen“. Zugleich sei angesichts der Einschränkungen und der Bedrohung mancher Existenz „verständlich, wenn in diesen Wochen zunehmend die Nerven blank liegen und sich manche Auseinandersetzung um Fragen der Pandemie-Bekämpfung deutlich verschärft“, so der Ruhrbischof.
Auch im kirchlichen Raum nehmen die Auseinandersetzungen zu

Angesichts der verschärften Maßnahmen, die in besonderer Weise ungeimpfte Personen treffen, nähmen die Auseinandersetzungen nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im kirchlichen Raum zu, berichtet der Bischof. Dies gelte in besonderer Weise auch für die Gottesdienste, für die das Bistum bislang keine zentralen Corona-Regeln vorgibt, die „aber nach Maßgabe der Verantwortlichen in unseren Pfarreien, Gemeinden und Einrichtungen besondere Vorsichtsmaßnahmen benötigen“, wie Overbeck schreibt. Einzelne Pfarreien im Ruhrbistum haben bereits 3G- oder 2G-Regelungen für ihre Gottesdienste eingeführt. Andere prüfen dies, insbesondere für die Weihnachtsfeiertage.
Overbeck: In Stil und Tonfall respektvoll miteinander umgehen

Die wachsenden Spannungen in der Kirche, insbesondere zwischen Geimpften und Ungeimpften „müssen wir miteinander aushalten“, so Overbeck. Er wirbt jedoch dafür, „dass wir in Stil und Tonfall respektvoll miteinander umgehen und die Entscheidungen der Personen und Gremien akzeptieren, die jeweils eine hohe Gesamtverantwortung tragen.“ Ausdrücklich wirbt der Ruhrbischof dafür „in unserem freiheitlich-demokratischen Land den wissenschaftlichen, medizinischen und politischen Institutionen zu vertrauen – und den eingeschlagenen Weg der Pandemie-Bekämpfung zu unterstützen“.

Bild: Text: Thomas Rünker, Bistum Essen. Foto: Nicole Cronauge, Bistum Essen

 

news

TV 01: Frieda Echterhoff knackt EM-Norm

Sie kann einen dicken Haken an eines ihrer Saisonziele setzen und glücklich aufatmen: Wurftalent Frieda Echterhoff hat am Samstag beim „Dortmunder Läufertag + Wurf“ die Norm für die U18-EM in Jerusalem geknackt. Im Stadion Hacheney zeigte die Diskuswerferin einen starken Wettkampf. Gleich im ersten Versuch schleuderte Echterhoff ihr Wurfgerät auf 46,40 Meter und übertraf damit die geforderten 45 Meter deutlich.
mehr lesen

news

USB: Grünschnittabgabe zwei Wochen länger

Die saisonale Grünschnittsammelstelle in Wattenscheid auf dem Parkplatz am Hallenfreibad Höntrop (Straße In der Mark) geht zwei Wochen in die Verlängerung. Die Grünschnittcontainer werden bis einschließlich Samstag, 21. Mai 2022, vor Ort sein.


mehr lesen

news

"Licht der Hoffnung" auch in Wattenscheid

Seit dem Start am 16. Februar 2022 in Berlin tragen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler eine Fackel nach Art eines Staffellaufs durch die Bundesrepublik. Das „Licht der Hoffnung“ wird Ende Juni Italien erreichen, um dort bei der sogenannten Fiaccolata, der internationalen Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee, präsentiert zu werden. Heute (26.04.) war das Licht auch in Wattenscheid.

mehr lesen

news

Neue Broschüre von RVR Ruhr Grün lädt ein zum "Natur erleben"

So bunt wie die Natur: Von der Kräuterexkursion über Nachwanderungen bis hin zum Outdoor-Kochen am Lagerfeuer reicht das Angebot des Eigenbetriebs Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Mehr als 60 Veranstaltungen umfasst das diesjährige Programm "Natur erleben", das jetzt in der frisch gedruckten gleichnamigen Broschüre vorgestellt wird.
mehr lesen

markt

Stadtwerke empfehlen, die Abschlagszahlungen anzupassen

Die Lage auf den Energiemärkten ist weiterhin angespannt. Die Stadtwerke Bochum erhalten vielfältige Nachfragen von Kundinnen und Kunden, wie die Abschlagszahlungen für Energie an das veränderte Preisniveau angepasst werden können. Grundsätzlich ist eine Anpassung mit Blick auf die steigenden Weltmarktpreise für Energie sinnvoll, um hohe Nachforderungen zu vermeiden.

mehr lesen

damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


mehr lesen

damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


mehr lesen

damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
mehr lesen

damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
mehr lesen