Donnerstag, 30. Juni 2022 - KW 26 

Ehrenamtliche im Kunstmuseum Bochum gewürdigt

Wie in jedem Jahr hatte Thomas Eiskirch die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ehrenamtlich tätige Menschen vorzuschlagen, die eine besondere Ehrung verdient haben. Den Einsatz von 18 stellvertretend ausgewählten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern würdigte die Stadt Bochum am Mittwochabend, 11. Mai, bei einer Ehrungsveranstaltung im Forumssaal des Kunstmuseums.

Gabriele Rebbe wurde für ihre Verdienste um der Weltladen Wattenscheid geehrt. Als Laudator erklärte Bezirksbürgermeister Hans Peter Herzog: "Die Ungerechtigkeit bei der Produktion und im Welthandel sind immer noch ungeheuerlich, die Wirtschaftsbeziehungen z.B. der EU mit den afrikanischen Staaten enthalten immer noch Regelungen, die kaum Veränderungen zulassen. Und wie wenig dies die Welt aufregt, kann man an der WM in Katar sehen, für deren Bauten billigste Arbeitskräfte aus Asien wie Sklaven eingesetzt und untergebracht werden. Bei der Bekämpfung dieser Zustände finden wir Gabriele Rebbe an vorderster Front. Sie geht dabei manchem gehörig auf den Keks, aber immer für die gute Sache. In den 60er Jahren gab es einen straßenpredigenden Jesuitenpater, Pater Leppich, der als das „Maschinengewehr Gottes“ bezeichnet wurde. Abgewandelt ist Frau Rebbe das „Maschinengewehr für Fairen Handel und Gerechtigkeit in der Welt“ nicht nur in Wattenscheid."

Gabriele Rebbe hatte darauf bestanden, die Ehrung nicht für sich, sondern für die Eine-Welt AG anzunehmen.

Geehrt wurde auch Christian Eusterfeldhaus vom Turnbund Höntrop 1887 für seine langjährigen Berdienste im Volleyballsport. Er hat sich nicht nur als Vorsitzender des TB Höntrop verdient gemacht, er ist auch im Westdeutscher Volleyball-Verband aktiv. Doch von Allüren keine Spur: Auf die Frage, was seine Aufgaben im Verein sind, antwortete er einmal: "Vom Unkrautjäten auf dem Platz bis zur Sponsorenaquise ist alles dabei".

Mathis Harder ist quasi doppelt ehrenamtlich tätig. Er tut Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr, Löscheinheit Günnigfeld uns zudem auch in der Günnigfelder Jugendfeuerwehr. Er leistet daher nicht nur 365 Tage im Jahr einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft, sondern bildet zusätzlich auch den unbedingt notwendigen Nachwuchs aus.

Des weiteren wurden geehrt: Helmut Beine (Bahnhofsmission und Ambulante Hospizarbeit), Torsten Kelle (DLRG), Werner Gierse (Ev. Meister- und Gesellenverein und Seniorenbüro Südwest), Helmut Leitmann (Notfallseelsorge), Birgit Islamoglu (Regionalgruppe ADHS), Ruth Schuh und Grete Donaj (beide Seniorenheim der Augusta-Krankenanstalten Bochum-Linden), Renate Scheuerpflug (Gesellschaft der Freunde der Städtepartnerschaft Bochum-Oviedo), Bernhard Rüppert (Stadtquartier „Westend“), Sebastian Hackforth (BV Hiltrop und Gerther Treff), Ivana Rolovic (Stadtteilpflege im Bezirk Ost), Andreas Klein (Freiwillige Feuerwehr, Löscheinheit Stiepel), Detlef Oleszak (Hochwasser-Hilfe 2021), Mathis Harder (Jugendfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr, Löscheinheit Günnigfeld), Lena Sievering (Pfadfinderstamm St. Meinolphus) und Monika Feygin (Jugendzentrum Atid der Jüdischen Gemeinde).



Bild: Bezirksbürgermeister Hans Peter Herzog, Gabriele Rebbe, Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (Foto: Stadt Bochum | Andre Grabowski)

 

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Flohmarkt in der Kita Lohackerstraße

Am Mittwoch, 6. Juli, findet ein Flohmarkt auf dem Außengelände der städtischen Kita Lohackerstraße 45 statt. Zwischen 15 und 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel gut erhaltene Kinderkleidung und allerlei Spielzeug kaufen.
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Vorverkauf für beim VIACTIV Lohrheide-Meeting startet

Der TV Wattenscheid 01 Leichtathletik e.V. freut sich auf den 6. August. Zum ersten Mal seit langem wird es an diesem Tag wieder internationale Spitzen-Leichtathletik im Wattenscheider Lohrheidestadion geben – beim VIACTIV Lohrheide-Meeting.

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DRK: Mit Gesundheitsyoga gegen Stress, Schmerzen und Verspannungen entgegenwirken

Menschen jeglichen Alters können vom Yoga gesundheitlich profitieren. Yoga vertreibt Steifheit und Trägheit aus den Knochen, stärkt die Muskeln, verbessert die Haltung und fördert Kraft und Beweglichkeit. Gabi Schmidtmann bietet beim DRK Wattenscheid Kurse an. Mit klaren, einfachen, aufeinander abgestimmten Bewegungen, Atemtechniken und Entspannungsübungen möchte sie in ihren Übungsstunden mit den Anwendern zur inneren Ruhe gelangen.
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Zeche Holland: Stellwerk wird abgerissen

Schon lange steht das Stellwerk der Zeche Holland ungenutzt an der ehemaligen Bahnstrecke, die bereits seit über 20 Jahren als Fuß- und Radweg genutzt wird. Nun ist das Schicksal besiegelt: Das Stellwerk soll im Juli 2022 abgerissen werden.









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Stadtwerke Bochum bieten Wärmepumpen-Technologie im Rundum-Sorglos-Paket

Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu klimafreundlicher Energie: Moderne Wärmepumpen gewinnen Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und nutzen diese zum umweltfreundlichen Heizen. Die Stadtwerke Bochum bieten ab sofort allen Privat- und Gewerbekunden Luft-/Wasser-Wärmepumpen zum Kauf oder im Rundum-Sorglos-Paket zur Pacht an und kümmern sich um Installation, Betrieb und Wartung.
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Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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