Dienstag, 05. Mrz 2024 - KW 10 

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Bischof Overbeck: Die christlichen Kirchen müssen sich gemeinsam äußern

Zur Lösung der drängenden Weltkrisen können die christlichen Kirchen nach Ansicht des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck ihren Beitrag nur in enger ökumenischer Verbundenheit leisten. Klimaneutralität, weltweite Flucht- und Migrationsbewegungen sowie die aktuellen Gefahren gegen die Demokratie in Europa sind für Overbeck die Themen, die eine gemeinsame Position der Kirchen erfordern. Angesichts der historischen Zäsur, dass erstmals weniger als die Hälfte der Deutschen der evangelischen oder katholischen Kirche angehöre, befinde sich die Ökumene in „einer Phase des Übergangs zu einer neuen Sozialgestalt von Kirche“, sagte Overbeck am Sonntag, 15. Januar, in Düsseldorf in seinem Grußwort zur 76. ordentlichen Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Bildung ist für den Essener Bischof ein entscheidender Schlüssel zur Lösung gesellschaftlicher und weltpolitischer Konflikte. Für die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen in Schulen, Tagesstätten und weiteren Jugendeinrichtungen der christlichen Kirchen tragen unzählige Fachkräfte Verantwortung. Insbesondere der christlich-konfessionell übergreifende Religionsunterricht lege hier wichtige Grundlagen, so Overbeck. Aber auch „aus einer bisher nicht gekannten Form des Miteinanders mit anderen Religionen“ könne eine neue Freundschaft wachsen.

Ökumenische Zusammenarbeit gelinge, wenn die Konfessionen zwar evangelisch oder katholisch blieben, ihre pastoralen Aufgaben aber arbeitsteilig planten. Als gelungene Beispiele im Bistum Essen nannte Overbeck das ökumenische Zentrum Markus-Haus in Essen-Vogelheim, das in Kürze neu eröffnete ökumenische Kirchenzentrum in der Neuen Mitte Oberhausen und gemeinsam genutzte Häuser der Kirchen in den Duisburger Stadtteilen Beek und Süd sowie in Oberhausen-Osterfeld.

(Quelle: Bistum Essen)



Bild: Bischof Franz-Josef Overbeck bei seinem Grußwort zur 76. ordentlichen Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. (Foto: Ekir | Hans-Jürgen Bauer)

markt

Stadtwerke Bochum bauen öffentliche Ladepunkte für Elektroautos weiter aus

Mit insgesamt 52 neuen öffentlichen Ladepunkten erhöhen die Stadtwerke Bochum deutlich das Angebot zum Aufladen von Elektrofahrzeugen in der Stadt. Die neuen Ladepunkte werden aus Mitteln des Sparkassenbriefs “Natürlich Bochum“ realisiert.

Die AC-Ladestationen der neuesten Generation gehen in den kommenden Wochen sukzessive in Betrieb und verfügen alle über zwei Ladepunkte mit einer Ladeleistung von je 22 Kilowatt (kW). Über ein integriertes Bezahlterminal können Kunden neben der Bezahlung via Ladekarte oder App auch kontaktlose Zahlungen über Kredit- und EC-Karte sowie mobile Bezahlverfahren nutzen.
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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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