Dienstag, 16. April 2024 - KW 16 

Wasserstoff für Bochum: Planungen sehen Anschluss an bundesweites Wasserstoffnetz vor

Gute Nachrichten für die Zukunft der Bochumer Energieversorgung: Die Planung der für den Aufbau eines nationalen Wasserstoff-Kernnetzes verantwortlichen Fernleitungsnetzbetreiber sieht vor, dass Bochum bis 2032 an das bundesweite Wasserstoffnetz angeschlossen wird. Dies geht aus Plänen hervor, die die Fernleitungsnetzbetreiber in Berlin vorgestellt haben.

Hierzu erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding: „Wasserstoff ist ein wesentlicher Baustein der Energiewende – bundesweit und auch in Bochum. Da die Planungen der Fernleitungsnetzbetreiber noch nicht final sind, wären Jubelstürme verfrüht. Dennoch freut uns das positive Signal, das von der geplanten Berücksichtigung Bochums für einen Anschluss an das bundesweite Wasserstoffnetz ausgeht.“

Nach einem Konsultationsverfahren zum vorliegenden Planungsentwurf soll von den Fernleitungsnetzbetreibern ein „optimiertes Kernnetz“ entworfen werden, das im Herbst 2023 zur Prüfung an die Bundesnetzagentur übergeben wird. Erst danach wird final feststehen, ob die Trasse, wie aktuell vorgesehen, durch Bochum gebaut wird.

Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Netz, zeigt sich diesbezüglich zuversichtlich: „Im Zuge unserer strategischen Netzplanung stehen wir in Kontakt zu den Fernleitungsnetzbetreibern und haben frühzeitig Bedarfe für Wasserstoff in Bochum ermittelt und gemeldet. Dass unsere Bedarfe Eingang in die Planungen gefunden haben, stimmt mich optimistisch für den weiteren Prozess."

So planen die Stadtwerke Bochum bereits die Übernahme von Wasserstoffmengen in das eigene Netz und den Aufbau der hierfür erforderlichen Infrastruktur.

Wann und wo Wasserstoff für private Haushalte zur Verfügung stehen kann, sei indes noch unklar. „Hier stehen wir noch ganz am Anfang. Klar ist aber schon heute, dass der Wasserstoff zunächst in der Industrie, für die Mobilität und zur klimaneutralen Strom- und Wärmeerzeugung in Kraftwerken genutzt werden wird. Die Verfügbarkeit von Wasserstoff für Privathaushalte und kleinere Gewerbekunden wird sich aus der kommunalen Wärmeplanung ergeben," so Holger Rost abschließend.

Bild: Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Netz (Foto: Stadtwerke Bochum)

Mehr Infos: https://www.fnb-gas.de

 

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Eine Million Menschen im Ruhrgebiet lebten 2023 allein

Metropole Ruhr/Düsseldorf (idr). In der Metropole Ruhr lebten im vergangenen Jahr rund eine Million Menschen allein. Eine aktuelle Statistik des Landesamtes IT.NRW auf Basis erster Ergebnisse des Mikrozensus weist für das Jahr 2023 genau 1.039.000 Einpersonenhaushalte in den Städten und Kreisen der Region aus. Der Anteil der Einpersonenhaushalte lagt damit bei knapp 41,3 Prozent - auf ganz NRW bezogen liegt der Anteil bei 40,0 Prozent.

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Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den riesigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.

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Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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