Dienstag, 28. Mai 2024 - KW 22 

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Mobilitätsimpuls.RUHR: Kommunalrat spricht sich für mehr Verbindungen und synchrone Nahverkehrspläne aus

Essen (idr). Bessere städteübergreifende Verbindungen, kürzere Takte und synchronisierte Nahverkehrspläne: Der Kommunalrat im Regionalverband Ruhr (RVR), das Gremium der elf Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeister und vier Landräte, unterstützt ausdrücklich die Vorschläge im Mobilitätsimpuls.RUHR, um gemeinsam Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr des Ruhrgebiets zu realisieren. Dazu gehören zeitlich synchronisierte Nahverkehrspläne zu Beginn des kommenden Jahres und die Vereinbarung, künftig immer zu einem festgelegten Zeitpunkt die Nahverkehrspläne aufeinander abzustimmen. Zudem sollen schon ab dem Jahr 2024 mehr Angebote und verbesserte Verbindungen im städteübergreifenden ÖPNV auf den Weg gebracht werden.

Thomas Eiskirch, Vorsitzender des Kommunalrats und Oberbürgermeister der Stadt Bochum, betont: "Durch die Synchronisierung der Nahverkehrspläne sollen insbesondere städteübergreifende Fahrten verbessert und Anschlüsse optimiert werden. Gleichzeitig wird der Nahverkehr im Ballungsraum Ruhrgebiet gestärkt und metropolengerechter. Die erste zeitliche Synchronisation greift jetzt zum Jahr 2024. Für die nächste Runde haben wir uns auf 2028 vereinbart."

Der Mobilitätsimpuls.RUHR umfasst auch ein Aktionsprogramm zur Verbesserung des interkommunalen ÖPNV, das die Kommunen unter Moderation von RVR und VRR erarbeitet haben. Auf 28 Verbindungen in der Metropole Ruhr, die mindestens zwei Städte betreffen, können bei entsprechender Finanzierung schnell spürbare Verbesserungen realisiert werden. "Die Kommunen im Ruhrgebiet haben mit dem Aktionsprogramm geliefert und einen abgestimmten Vorschlag zur Verbesserung des Ruhrgebiets-ÖPNV aus einem Guss dem Land vorgelegt. Jetzt ist es an der Landesregierung, wie angekündigt, die interkommunale Initiative bei der Realisierung der Projekte maßgeblich finanziell zu unterstützen", so Eiskirch weiter. Er erinnert daran, dass die Gespräche dazu mit dem derzeitigen NRW-Verkehrsminister und auch mit seiner Vorgängerin im Kommunalrat bisher immer ausgesprochen positiv waren. "Was allerdings nach wie vor fehlt, sind konkrete Zusagen für Landesmittel, um die städteübergreifenden Verkehre aus unserem Aktionsprogramm auch umzusetzen zu können."

Der Mobilitätsimpuls.RUHR wird im Rahmen einer gleichlautenden und im Kommunalrat abgestimmten Beschlussvorlage bis zum Jahresende in den Kreisen und kreisfreien Städten der Metropole Ruhr den Räten bzw. Kreistagen zur Beschlussfassung vorgelegt.

Thomas Kufen, stellvertretender Vorsitzender im Kommunalrat und Oberbürgermeister der Stadt Essen, erwartet: "Um mehr Menschen zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen, brauchen die Akteure vor Ort Unterstützung beim Ausbau des Angebots. Die Möglichkeiten der Kommunen und Aufgabenträger für Investitionen sind angesichts der finanziellen Situation der Städte und der Kostenentwicklung im ÖPNV längst ausgereizt. Aber gerade in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet kann die Mobilitätswende nur gelingen, wenn der Nahverkehr attraktiver wird. Hierzu müssen Bund und Land einen maßgeblichen Beitrag leisten."

Weiter mahnt der Kommunalrat eine Anschlussfinanzierung des Deutschlandtickets an. "Bisher ist das Angebot nur für dieses Jahr finanziell abgesichert, was zunehmend für Verunsicherung sorgt. Daher müssen Bund und Land sich rasch darauf verständigen, die Mehrkosten für das Ticket von rund drei Milliarden Euro zu übernehmen", so Thomas Kufen.

damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den riesigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.

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damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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