Samstag, 15. Mai 2021 - KW 19 

damals

Polizeipräsident ehrt Markus Holzknecht für Zivilcourage

"Mutig und selbstlos" - so bezeichnete Polizeipräsident Jörg Lukat das Verhalten von Markus Holzknecht. Der 52-Jährige wurde am vergangenen Donnerstag (8. April) coronakonform im Präsidium an der Uhlandstraße für sein vorbildliches Verhalten als Zeuge eines Brandes Anfang des Jahres geehrt.

Rückblick: Markus Holzknecht war am Vormittag des 16. Februar auf dem Rückweg von einem Kundentermin. Die Ampel an der Bochumer Straße/Ecke Vietingstraße sprang um auf Rot, Holzknecht stoppte seinen Wagen. Er sah plötzlich aus einem Fenster eines Hauses am Straßenrand Rauch aufsteigen.

Holzknecht handelte sofort. Er alarmierte die Feuerwehr und lief selbst zu dem Mehrfamilienhaus, um alle Bewohner zu warnen und aus dem Haus zu helfen. Im Flur traf er auf einen älteren Herrn, der versuchte - auf seinen Rollator gestützt - das Haus zu verlassen. Markus Holzknecht eilte dem über 90-Jährigen zu Hilfe und brachte ihn aus dem verrauchten Flur nach draußen. Auch die Brandwohnung selbst versuchte Markus Holzknecht zu betreten, nachdem er die Wohnungstür aufgetreten hatte. Das Feuer brannte aber bereits in voller Ausdehnung und versperrte ihm den Weg. Wenigen Minuten später trafen die Kräfte der Feuerwache 1 in Wattenscheid und der Innenstadtwache ein. "Die Feuerwehr war wirklich schnell da, aber auch diese wenigen Minuten sind mir wie eine Ewigkeit vorgekommen", erinnert sich der 58-Jährige. Die Feuerwehr übernahm. Die Einsatzkräfte suchten nach weiteren Personen und löschen das Feuer.

An diesem Vormittag kam leider eine Seniorin ums Leben. Sie war in der Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war. Ein Notarzt versuchte, die 77-Jährige zu reanimieren, sie verstarb aber vor Ort an den Folgen ihrer Verletzungen. Die sieben weiteren Bewohner waren dank des Eingreifens von Markus Holzknecht gewarnt und konnten zum Teil mit seiner Hilfe das Haus verlassen. Er selbst kam leicht verletzt mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus. Als Brandursache gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus.

Heute, knapp zwei Monate nach diesem Erlebnis, hat Markus Holzknecht seine Erinnerungen an den Tag bei einem Gespräch mit Polizeipräsident Jörg Lukat ausgetauscht. Mit dabei war auch der zuständige Ermittler im Brandkommissariat, Kriminaloberkommissar Metin Gürpinar, und Polizeikommissarin Nina Steinebach. Die junge Polizistin hatte Markus Holzknecht noch am Einsatzort betreut.

Polizeipräsident Jörg Lukat war es ein wichtiges Anliegen, Markus Holzknecht persönlich seinen Dank und seine Anerkennung für seinen Einsatz auszusprechen. "Ihr mutiges und selbstloses Verhalten sollte für uns alle als Vorbild dienen", sagt er in einem persönlichen Gespräch im Präsidium. "Eine Gesellschaft kann nur gedeihen, wenn es Menschen wie Sie gibt, die in Notlagen nicht wegsehen, sondern erkennen, dass dringend gehandelt werden muss und sich dann für andere engagieren, auch wenn sie sich dabei selbst in Gefahr begeben." Als Dank für seinen Einsatz überreichte Jörg Lukat Markus Holzknecht neben einer Urkunde auch eine Ehren-Medaille des Präsidiums.

Hinweis: Die Pressemeldung der Feuerwehr zu dem Einsatz finden Sie hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/

(Bild: Griff beherzt ein: Markus Holzknecht (Foto: Polizei Bochum))

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Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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Segensfeiern für homosexuelle Paare: „Schluss mit der Diskriminierung“

Tief verletzend, Wunden schlagend, ganze Lebensgeschichten überschattend: So agiert nach dem Eindruck des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer die Kirche, wenn sie über das Leben homosexueller Paare urteilt, ihnen den Segen verweigert und es wagt, die verbindliche, treue Liebe zweier Menschen zur Sünde zu erklären. Damit soll nun endlich Schluss sein: Nicht ob, sondern wie sich Segensfeiern für homosexuelle Paare in der Kirche gestalten lassen, stand im Mittelpunkt der digitalen Fachtagung „Segen für alle. Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare“ am Freitag, 30. April, im Bistum Essen. Folgt man den Thesen der anwesenden Theologen, muss die Kirche sich aus der Vormoderne herausbewegen und auf den aktuellen Erkenntnisstand von Wissenschaft und Gesellschaft einlassen.


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SGW: Marvin Schurig bleibt Teil der Mannschaft

Der letztes Jahr von Rot Weiß Ahlen zur SG Wattenscheid 09 gewechselte Verteidiger hat seinen Kontrakt auch für die kommende Saison verlängert. Der Routinier ist einer der Führungsspieler im Kader von Trainer Christian Britscho und kennt diesen schon aus der gemeinsamen Ahlener Zeit.

"Marvin ist ein Vorbild an Einsatz und Willen und man merkt ihm einfach an, dass er immer noch gewillt ist, sich maximal zu verbessern. Das spürt man in jeder Trainingseinheit. Da gibt es kein Limit, sondern er macht immer weiter und das imponiert mir an ihm“, so der Trainer hinsichtlich des weiteren Engagements.

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Weiterbau des RS1 in Bochum startet in 2022

Der Radschnellweg Ruhr hat die Stadtgrenze zu Gelsenkirchen erreicht. In Kürze wird der Bauabschnitt Gelsenkirchen für den Verkehr freigegeben. Doch in Richtung Bochum geht es erst später weiter: Der Baubeginn in Richtung Darpestraße ist für Anfang 2022 geplant.

"Für den Abschnitt zwischen der Stadtgrenze Gelsenkirchen bis zur Gahlenschen Straße (BA A1 und BA A2) werden zurzeit die Entwurfsplanung, den die Stadt Bochum im Auftrag des Straßenbaulastträgers Straßen.NRW plant, erstellt." erklärt Stadtsprecher Peter van Dyk. Der Baubeginn im Abschnitt A1 von der Stadtgrenze Gelsenkirchen bis zur Darpestraße soll Anfang Jahres 2022 beginnen. Im Vorfeld muss die Abstimmung mit Straßen.NRW und dem Verkehrsministerium des NRW u. a. zur Schaffung des Baurechts abgeschlossen werden. Auf den Streckenabschnitten A1 und A2 wurden bereits Rodungs- und Vermessungsarbeiten durchgeführt. Ebenso wird ein landschaftspflegerischer Begleitplan inkl. einer faunistischen Untersuchung aufgestellt.


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