Samstag, 15. Mai 2021 - KW 19 

damals

100.000 Corona-Impfungen in Bochum

Vor mehr als zwei Monaten wurden in Bochum die ersten Bürgerinnen und Bürger gegen das Corona-Virus geimpft – heute, 15. April, ist ein erster großer Meilenstein erreicht: 100.000 Dosen Corona-Impfstoff wurden in Bochum insgesamt verimpft, mehr als ein Viertel der geimpften Personen hat auch bereits seine Zweitimpfung erhalten.

Manfred Hertel (96) hat heute im Impfzentrum Bochum die 100.000ste Impfung erhalten. „Es war meine Zweitimpfung“, so Hertel. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich mich impfen lasse.“ Denn der ehemalige Pfarrer aus Wattenscheid hat noch viel vor. „Im Juni 2024 werde ich 100 Jahre alt – und da mache ich einen Fallschirmsprung.“

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Krisenstabsleiter Sebastian Kopietz begrüßten im Impfzentrum den Bochumer. „Wir befinden uns damit auf einem guten Weg“, so Sebastian Kopietz. „Bei aktuell rund sieben Prozent geimpften Personen in der Bochumer Bevölkerung liegt zwar immer noch ein beträchtlicher Weg vor uns bis Bochum immunisiert ist – doch die Impferfolge geben Hoffnung und zeigen, dass es vorangeht, auch wenn wir uns nach wie vor mehr Impfstoff wünschen würden.“ Mehr als 5.000 Impfungen finden derzeit täglich in Bochum statt. Nahezu alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden in den Alten- und Pflegeheimen sind bereits geimpft.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch: „Wir sagen heute 100.000 Mal ,Danke‘ an alle, die sich bisher haben impfen lassen. Trotz Schwierigkeiten bei der Terminfindung, trotz Wartezeiten an den Hotlines, trotz Verunsicherungen, welcher Impfstoff sicher ist und welcher nicht. Und wir sagen allen Danke, die helfen, sich engagieren und - wie hier im Impfzentrum - dafür sorgen, dass alles bestens und ohne lange Wartezeiten funktioniert.“

Eiskirch betonte, wie wichtig es ist, sich impfen zu lassen: „Alle Bürgerinnen und Bürger, die derzeit impfberechtigt sind, sollten ihren Anspruch auf ein Impfangebot unbedingt wahrnehmen. Nur wenn wir impfen, impfen, impfen, können wir die Pandemie wirksam bekämpfen.“ Aber klar ist auch: „Wir brauchen mehr Impfstoff.“

Seit dem 8. Februar ist das Impfzentrum Bochum in Betrieb und hat seine Arbeit seitdem stetig ausgeweitet. Aktuell erhalten täglich 1.800 bis 2.000 impfberechtigte Bochumerinnen und Bochumer auf insgesamt zwölf Impfstraßen ihre Corona-Schutzimpfung – das Impfzentrum arbeitet damit im Vollbetrieb und hat seit seinem Start schon mehr als 55.000 Impfdosen verabreicht.

Auch die Corona-Impfungen in den ambulanten Arztpraxen sind mit Erfolg und großer Nachfrage gestartet. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Bochum haben innerhalb eines Tages schon 3.700 Dosen Impfstoff an ihre Patientinnen und Patienten verimpft. Hinzu kommen weitere knapp 20.000 Impfungen durch mobile Teams und rund 15.000 Impfungen in Krankenhäusern. So ergibt sich die Gesamtsumme von insgesamt 100.000 durchgeführten Corona-Impfungen in Bochum. „Eine beachtliche Leistung aller Beteiligten – der Mitarbeitenden im Impfzentrum, der freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und der Ärztinnen und Ärzte“, so Oberbürgermeister Eiskirch.

(Bild: Sebastian Kopietz, Manfred Hertel und OB Thomas Eiskirch (Foto: Stadt Bochum))

damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

mehr lesen

damals

Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
mehr lesen

damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
mehr lesen

damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


mehr lesen

news

Segensfeiern für homosexuelle Paare: „Schluss mit der Diskriminierung“

Tief verletzend, Wunden schlagend, ganze Lebensgeschichten überschattend: So agiert nach dem Eindruck des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer die Kirche, wenn sie über das Leben homosexueller Paare urteilt, ihnen den Segen verweigert und es wagt, die verbindliche, treue Liebe zweier Menschen zur Sünde zu erklären. Damit soll nun endlich Schluss sein: Nicht ob, sondern wie sich Segensfeiern für homosexuelle Paare in der Kirche gestalten lassen, stand im Mittelpunkt der digitalen Fachtagung „Segen für alle. Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare“ am Freitag, 30. April, im Bistum Essen. Folgt man den Thesen der anwesenden Theologen, muss die Kirche sich aus der Vormoderne herausbewegen und auf den aktuellen Erkenntnisstand von Wissenschaft und Gesellschaft einlassen.


mehr lesen

news

Weiterbau des RS1 in Bochum startet in 2022

Der Radschnellweg Ruhr hat die Stadtgrenze zu Gelsenkirchen erreicht. In Kürze wird der Bauabschnitt Gelsenkirchen für den Verkehr freigegeben. Doch in Richtung Bochum geht es erst später weiter: Der Baubeginn in Richtung Darpestraße ist für Anfang 2022 geplant.

"Für den Abschnitt zwischen der Stadtgrenze Gelsenkirchen bis zur Gahlenschen Straße (BA A1 und BA A2) werden zurzeit die Entwurfsplanung, den die Stadt Bochum im Auftrag des Straßenbaulastträgers Straßen.NRW plant, erstellt." erklärt Stadtsprecher Peter van Dyk. Der Baubeginn im Abschnitt A1 von der Stadtgrenze Gelsenkirchen bis zur Darpestraße soll Anfang Jahres 2022 beginnen. Im Vorfeld muss die Abstimmung mit Straßen.NRW und dem Verkehrsministerium des NRW u. a. zur Schaffung des Baurechts abgeschlossen werden. Auf den Streckenabschnitten A1 und A2 wurden bereits Rodungs- und Vermessungsarbeiten durchgeführt. Ebenso wird ein landschaftspflegerischer Begleitplan inkl. einer faunistischen Untersuchung aufgestellt.


mehr lesen

news

Städtische Beratung zur Bewältigung psychosozialer Folgen der Corona-Pandemie

Lockdown, Ausgangssperre, geschlossene Schulen und Kitas, Besuchsverbote in Altenheimen – überall wird mit unterschiedlichen Maßnahmen gegen das Virus gekämpft. Es wird geimpft, getestet, behandelt. Die psychischen Folgen und Auswirkungen der Corona-Pandemie sind allerdings noch lange nicht absehbar. Aber wie wirkt sich die Krise auf Kinder, Jugendliche, Senioren aus? Welche Folgen haben Einsamkeit, Zukunftsängste und Motivationsverluste?

Die Stadt Bochum geht neue Wege und hat einen Mitarbeiter eingestellt, um sich mit diesen Fragen zu beschäftigen.
mehr lesen