Sonntag, 18. April 2021 - KW 15 

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren.

Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut. Einige der insgesamt fünfzehn Brücken mussten neu gebaut werden, die meisten wurden instandgesetzt, so wie die im Günnigfelder Osten gelegene Brücke über die so genannte "Reichsbahntrasse" zwischen dem Bahnhof Ückendorf- Wattenscheid und der Zeche Hannover in Hordel. Im Jahre 2002 (Foto) wartete die Brücke noch darauf, aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Die Gleise hatte man schon Jahre zuvor entfernt. Zwei Jahre und viele Eimer Farbe später war die Brücke bereit für neue Aufgaben. Heute führt hier der Radweg von Bochum nach Herne entlang, der den Westpark mit dem Emscher- Radweg verbindet. Über die Trasse der Kray- Wanner- Bahn ist im Jahre 2005 der Anschluss zum Zollverein-Radweg geschaffen worden, über den man die Zeche Zollverein in Essen- Stoppenberg erreichen kann. So ist die Strecke eine der zahlreichen radfreundlich umgenutzten früheren Bahntrassen, ohne die das Ruhrgebiet damals nie ein Zentrum des Bergbaus geworden wäre.

(Bild: Eine Brücke der Erzbahntrasse im Jahr 2002 (Foto: Ulli Weber))

Amtliche Informationen zur Corona Lage: www.bochum.de/corona

 

feiertage heute

Weltamateurfunktag

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3,5 Millionen Fördergelder fließen nach Wattenscheid

Fördermittel in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro fließen nach Wattenscheid und unterstützen das Stadterneuerungsprojekt „Gesundes Wattenscheid“. Die Gelder stammen aus dem Stadterneuerungsprogramm NRW 2021 (STEP) des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) des Landes Nordrhein-Westfalen. Die höchste Fördersumme mit knapp 2,5 Millionen Euro ist dabei für das Haus für Musik, Kunst und Kultur vorgesehen. Es soll in den Räumen der alten Musikschule Wattenscheid entstehen.
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Neuer Rekord: Verleihzahlen des Metropolradruhr um mehr als 30 Prozent gestiegen

Metropole Ruhr (idr). Corona bringt immer mehr Menschen aufs Fahrrad. Das macht sich auch beim Metropolradruhr bemerkbar. 2020 stiegen die Ausleihzahlen gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 830.857. Damit wurde bei den Nutzungen ein neuer Rekord aufgestellt. Erfolgreichster Monat für das Metropolradruhr war der September mit knapp 100.000 Ausleihen. Die durchschnittliche Fahrtdauer hat sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert und lag bei mehr als der Hälfte der Ausleihen unter 15 Minuten.

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Polizeipräsident ehrt Markus Holzknecht für Zivilcourage

"Mutig und selbstlos" - so bezeichnete Polizeipräsident Jörg Lukat das Verhalten von Markus Holzknecht. Der 52-Jährige wurde am vergangenen Donnerstag (8. April) coronakonform im Präsidium an der Uhlandstraße für sein vorbildliches Verhalten als Zeuge eines Brandes Anfang des Jahres geehrt.

Rückblick: Markus Holzknecht war am Vormittag des 16. Februar auf dem Rückweg von einem Kundentermin. Die Ampel an der Bochumer Straße/Ecke Vietingstraße sprang um auf Rot, Holzknecht stoppte seinen Wagen. Er sah plötzlich aus einem Fenster eines Hauses am Straßenrand Rauch aufsteigen.
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SGW: Umut Yildiz kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück

Der gebürtige Düsseldorfer startete bei der SG Unterrath und kam über die Jugend von Fortuna Düsseldorf bereits früh in die Knappenschmiede auf Schalke, wo er bis zur U19 spielte. 2019 holte ihn dann Farat Toku im Sommer zur SG 09. Die Zeit war jedoch schnell vorbei, als die 1.Mannschaft im Oktober 2020 vom Spielbetrieb abgemeldet wurde. Yildiz verbrachte das folgende Jahr als Spieler vom TVD Velbert, wo er in der Oberliga Niederrhein eine feste Größe im Kader wurde. Seine Torgefahr ließ der 21-jährige Linksaußen in dieser Saison bereits aufblitzen, als er in 7 Spielen bereits 4 Tore für die Velberter erzielte.
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Stadtwerke Bochum geben Überblick über Stromausfälle

Eine Übersichtskarte aller ungeplanten Stromunterbrechungen steht ab sofort auf der Homepage der Netzgesellschaft der Stadtwerke Bochum unter www.stwbo-netz.de/stoerungen bereit. „Durch die Einbindung des Portals www.störungsauskunft.de auf unserer Website bieten wir bei einem Stromausfall allen Bochumerinnen und Bochumern die Möglichkeit, Versorgungsunterbrechungen schnell und unkompliziert zu melden“, erklärt Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Netz GmbH.

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BOGESTRA fördert 8 nachhaltige Projekte in der Region

Als der Mobilitätsdienstleister in der Region übernimmt die BOGESTRA als wichtiger Bestandteil der Gesellschaft gerne auch in Sachen Nachhaltigkeit Verantwortung, sei es im Bereich alternative Antriebstechniken, Wasch-Wasseraufbereitung oder Abfallreduzierung. Zum 125-jährigen Jubiläum nun unterstützt die BOGESTRA über das eigene Engagement hinaus 8 nachhaltige Projekte von Bürger*innen im Betriebsgebiet.

Die BOGESTRA möchte 2021 das Thema Nachhaltigkeit weiter fördern und sucht 8 Projektinitiatoren aus dem Betriebsgebiet, die zur Umsetzung ihrer Ideen rund um Energie, Wind, Wasser, Umweltschutz oder ähnliches noch finanzielle Unterstützung brauchen.

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Zusätzliche Sammelstelle für Grünschnitt an der Grünstraße

Ab Dienstag, 30. März, öffnet die USB Bochum GmbH erstmalig eine weitere zusätzliche Sammelstelle für Grünschnitt in Bochum. Die Sammelstelle befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Fuhrparks neben der Feuerwache 1, Grünstraße 29 in Wattenscheid und wird für die Dauer von sechs Wochen geöffnet sein.
Eine Terminabsprache unter der USB-Servicenummer 0800 3336288 ist notwendig.

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damals

Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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