Montag, 26. September 2022 - KW 39 

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.

Sämtlicher Autoverkehr floß durch die Hochstraße, die unterhalb der Saarlandstraße Einbahnstraße in Richtung Osten war. Der Verkehr in Richtung Gelsenkirchen wurde durch die Freiheitstraße geleitet, die damals bis zur Zeche Holland reichte. Auch die Straßenbahn fuhr über diese Strecken, mitten durch die Stadt. Um die Hochstraße autofrei zu machen, musste eine Umgehung her. So wurde der August- Bebel- Platz durch Abriß zahlreicher Häuser nach Osten hin verbreitert und eine regelrechte Schneise, die spätere Friedrich- Ebert- Straße, quer durch die Voedestraße in Richtung Zeche Holland geschlagen. Die Rathausstraße wurde verkürzt, die alte Polizeiwache (im oberen Bild rechts, im Abriß) wurde abgerissen. Nun stand noch das im Jahre 1879 gebaute Amtsgericht, um das die Straßenbahnen noch einige Jahre lang einen geräuschvollen Bogen fahren mußten. Ampeln regelten, dass der Autoverkehr warten musste, wenn eine Bahn in die Spur einbiegen wollte. Noch heute erinnert eine Haltelinie auf der zweiten Spur der Friedrich- Ebert- Straße, kurz hinter dem Bunker, an diese Regelung. Als das Gerichtsgebäude, das seine Funktion kurz nach der Eingemeindung verloren hatte, im Herbst 1978 dem Erdboden gleichgemacht worden war, konnte die Friedrich- Ebert- Straße endlich durchgehend zur heutigen Breite ausgebaut werden.

 

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Fachoberschule Polizei: Startschuss für die Bewerbung am 1. Juni

Mit dem Realschulabschluss zur Polizei? Ja, das geht! Der Bewerbungszeitraum für die Fachoberschule Polizei beginnt am Mittwoch, 1. Juni. Bewerben können sich Realschülerinnen und -schüler, die spätestens 2023 ihren Abschluss in der Tasche haben werden. Fragen können diese Woche bei einer Online-Veranstaltung gestellt werden.
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Fünf Wochen Sondersammlung für Grünschnitt in Wattenscheid

In Wattenscheid steht ab Dienstag, 04. Oktober 2022, für die Dauer von fünf Wochen eine zusätzliche Abgabestelle für Grünabfälle zur Verfügung. Bis einschließlich Samstag, 05. November 2022, ist die zusätzliche Sammelstelle der USB Bochum GmbH auf dem Parkplatz am Hallenfreibad Höntrop eingerichtet.

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Wissenschaftler an der RUB untersucht, wie Mitarbeitende den Feierabend zurückerobern

Bochum (idr). Dass die Gedanken auch nach Feierabend um die Arbeit kreisen, hält viele Menschen vom Einschlafen ab. Oft werden digitale Medien und ständige Erreichbarkeit dafür verantwortlich gemacht. Prof. Dr. Marcel Kern, Leiter der Arbeitsgruppe Arbeit und Gesundheit an der Ruhr-Universität Bochum hat gemeinsam mit einem Team der Universität Kassel jetzt aber in einer Studie belegt: Menschen greifen zum Handy, weil sie nicht abschalten können. Es ist eher nicht so, dass sie nicht abschalten können, weil sie das Handy nutzen.
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Angepasste Covid-19 Impfstoffe werden ab sofort im Impfzentrum des Gesundheitsamtes angeboten

Seit dem 21. September können im Impfzentrum des Gesundheitsamtes, Westring 28, Zugang über Gustav-Heinemann-Platz, Auffrischungsimpfungen mit den zur Verfügung stehenden Omikron-adaptierten mRNA-Impfstoffen durchgeführt werden. Laut STIKO-Empfehlung vom 21. September wird geraten, für alle Auffrischungsimpfungen (Booster) ab zwölf Jahren vorzugsweise einen der zugelassenen und verfügbaren Omikron-adaptierten, bivalenten mRNA-Impfstoffe einzusetzen.
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markt

Nach Ende des 9-Euro-Ticket: Attraktive Abo-Aktionen bei der BOGESTRA

Am 31. August 2022 war bekanntlich der letzte Gültigkeitstag des 9-Euro-Tickets. Direkt zum Monatswechsel September bildeten sich dann auch lange Schlangen vor den KundenCentern mit Kund*innen, die gerne eine persönliche Ticketberatung in Anspruch genommen haben, um für sich das richtige Ticket im Anschluss an das 9-Euro-Ticket zu finden. Mit dabei waren aber auch viele Jugendliche, die zum Ausbildungsstart ein neues Ticket benötigten oder Fahrgäste, die einfach nur – wie immer zum 1. Tag eines neuen Monats - eine Monatskarte kaufen wollten.
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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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