Donnerstag, 09. Februar 2023 - KW 06 

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.

Sämtlicher Autoverkehr floß durch die Hochstraße, die unterhalb der Saarlandstraße Einbahnstraße in Richtung Osten war. Der Verkehr in Richtung Gelsenkirchen wurde durch die Freiheitstraße geleitet, die damals bis zur Zeche Holland reichte. Auch die Straßenbahn fuhr über diese Strecken, mitten durch die Stadt. Um die Hochstraße autofrei zu machen, musste eine Umgehung her. So wurde der August- Bebel- Platz durch Abriß zahlreicher Häuser nach Osten hin verbreitert und eine regelrechte Schneise, die spätere Friedrich- Ebert- Straße, quer durch die Voedestraße in Richtung Zeche Holland geschlagen. Die Rathausstraße wurde verkürzt, die alte Polizeiwache (im oberen Bild rechts, im Abriß) wurde abgerissen. Nun stand noch das im Jahre 1879 gebaute Amtsgericht, um das die Straßenbahnen noch einige Jahre lang einen geräuschvollen Bogen fahren mußten. Ampeln regelten, dass der Autoverkehr warten musste, wenn eine Bahn in die Spur einbiegen wollte. Noch heute erinnert eine Haltelinie auf der zweiten Spur der Friedrich- Ebert- Straße, kurz hinter dem Bunker, an diese Regelung. Als das Gerichtsgebäude, das seine Funktion kurz nach der Eingemeindung verloren hatte, im Herbst 1978 dem Erdboden gleichgemacht worden war, konnte die Friedrich- Ebert- Straße endlich durchgehend zur heutigen Breite ausgebaut werden.

 

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Mastodon in WAT

Mastodon ist ein soziales Netzwerk. Im Gegensatz zu großen vergleichbaren Diensten wie Twitter ist Mastodon als dezentrales Netzwerk konzipiert, das nicht auf einer Plattform basiert: Verschiedene Server, von Privatpersonen, Vereinen oder sonstigen Stellen eigenverantwortlich betrieben, können miteinander interagieren. Seit Anfang 2023 gibt es auch einen Wattenscheider Ableger: wattenscheid.me. Hier kann weltweit kommuniziert oder auch innerhalb Wattenscheids geklönt werden.

>> zu wattenscheid.me

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DRK-Testcenter schließt nach fast 2 Jahren

Nach fast zwei Jahren schließt das Corona-Testzentrum des DRK-Kreisverbandes Wattenscheid am 04. Februar nun endgültig seine Türen. Nachdem die Besucherinnen und Besucher in den letzten Monaten immer weniger wurden, ist dies für das Leitungsteam der „einzige logische Schritt“, denn Ende Januar läuft die Corona-Testverordnung aus und die Nachfragen werden nach dem Ende der Isolationspflicht im Infektionsfall noch weiter sinken.


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Sportplatz in Günnigfeld erhält Kunstrasen

Gute Nachrichten für Günnigfeld: Aus dem Rasenplatz an der Günnigfelder Straße wird ein modernes Kunstrasenspielfeld, der benachbarte Ascheplatz an der Martin-Lang-Straße wandelt sich danach in eine Fläche für eine Kindertagesstätte und neue Wohnungen. 2023 wird mit den Planungen begonnen, 2024 geht es mit den Arbeiten am Kunstrasenplatz los.

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Großer Karnevalszug 2023

Am Karnevals Sonntag ist es wieder so weit: Der große Umzug des Festausschusses Wattenscheider Karneval e.V. (F.W.K.), der Dachorganisation der Wattenscheider Karnevalsvereine, kann wieder durch Wattenscheid ziehen! Der F.W.K. plant wieder ca. 60 Abteilungen aus Fest- und Motivwagen sowie Kapellen und kostümierte Fußgruppen mit insgesamt ca. 1000 Teilnehmern.
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Wer sind die besten Sportlerinnen und Sportler?

Wer ist die Sportlerin, wer der Sportler – und welche ist die Mannschaft des Jahres 2022 in Bochum? Das möchte die Stadt von den Bürgerinnen und Bürgern wissen und ruft deswegen zur Abstimmung auf. Ab dem 1. Februar können die Bochumerinnen und Bochumer für die besten sportlichen Leistungen votieren. Es gibt jeweils drei Wahlmöglichkeiten in den Kategorien „Mannschaft“, „Sportler“ und „Sportlerin“.


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Stadtwerke suchen wieder Herzensprojekte

Seit dem 17. Januar können sich wieder Bochumer Vereine, Einrichtungen und Organisationen mit ihren Projektideen um ein Sponsoring als Bürgerprojekt der Stadtwerke Bochum bewerben. Noch bis zum 6. Februar läuft unter dem Motto „Wofür schlägt dein Herz?“ die Bewerbungsphase auf www.stadtwerke-bochum.de/buergerprojekte. Dort können Projekte aus den Kategorien Sport, Kultur, Bildung und Soziales eingereicht werden. Die Fördersumme pro Projekt reicht von 5.000 bis maximal 15.000 Euro.
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Kunden im Schnitt lediglich 9,5 Minuten ohne Strom

Die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Bochum mussten im Jahr 2021 im Durchschnitt nur 9,5 Minuten auf elektrische Energie verzichten. Damit belegt das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bochum erneut einen sehr guten Rang. Bundesweit lag der Durchschnitt für unplanmäßige Stromunterbrechungen im Jahr 2021 nach Angaben der Bundesnetzagentur bei 12,7 Minuten je Letztverbraucher.
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damals

Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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