Montag, 16. Mai 2022 - KW 20 

Infos zur Landtagswahl NRW am 15. Mai

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.

Im Jahre 1960 wurde die erste eigene Quelle erschlossen, 1962 folgte die erste eigene Abfüllanlage. Als modern orientiertes Unternehmen setzten die Wattenscheider Sprudelprofis bereits im Jahre 1965 eine EDV- Anlage ein, um Auslieferung und Abrechnung zu automatisieren. So konnte 1969 die 250 Millionste Flasche abgefüllt werden. Die besondere hydrogeologische Lage in Wattenscheid ermöglicht eine besondere Zusammensetzung des Wassers. So wurde 1963 die staatliche Anerkennung als Heilquelle ausgesprochen. Der Traum der damaligen Politik, Wattenscheid in "Bad Wattenscheid" umzubennen, wurde jedoch nicht umgesetzt. Das obere Foto von Anfang der 70er Jahre zeigt einen Teil des aus 400 Fahrzeugen bestehenden Fuhrpark, der immerhin 280 000 Kunden im Ruhr- Wupper- Gebiet belieferten. Die Wende in der Vertriebsstruktur kam im Jahre 1975 mit der Einführung eines Franchise- Systems. Heute werden die Kunden durch Franchisenehmer bundesweit mit einem zeitgemäßen Sortiment beliefert, das längst nicht mehr nur Mineralwässer umfasst. Kunden von damals erinnern sich noch heute gern von den Hanomags mit den damals typischen Kennzeichen, die alle mit "WAT-H" begannen.

Inzwischen ist das Kapitel Mineralwasser in Wattenscheid geschlossen. Die Quellen am Beckmanns Hof sprudeln schon lange nicht mehr. Auf dem Gelände befindet sich ein Baumarkt.

Bild: Aquella Lieferfahrzeuge um 1970

 

news

USB: Grünschnittabgabe zwei Wochen länger

Die saisonale Grünschnittsammelstelle in Wattenscheid auf dem Parkplatz am Hallenfreibad Höntrop (Straße In der Mark) geht zwei Wochen in die Verlängerung. Die Grünschnittcontainer werden bis einschließlich Samstag, 21. Mai 2022, vor Ort sein.


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news

SGW 09: Tim Kaminski und Burak Yerli verlängern Vertrag

Die SG Wattenscheid 09 treibt die Personalplanungen für die kommende Saison weiter voran. Zwei weitere Akteure werden auch in der nächsten Spielzeit das schwarz-weiße Trikot tragen: Tim Kaminski und Burak Yerli haben in dieser Woche ihre Verträge verlängert. Kaminski und Yerli spielten bereits in der Jugend für 09. 2020 kehrten beide nach verschiedenen Stationen in die Lohrheide zurück.
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news

TV 01: Frieda Echterhoff knackt EM-Norm

Sie kann einen dicken Haken an eines ihrer Saisonziele setzen und glücklich aufatmen: Wurftalent Frieda Echterhoff hat am Samstag beim „Dortmunder Läufertag + Wurf“ die Norm für die U18-EM in Jerusalem geknackt. Im Stadion Hacheney zeigte die Diskuswerferin einen starken Wettkampf. Gleich im ersten Versuch schleuderte Echterhoff ihr Wurfgerät auf 46,40 Meter und übertraf damit die geforderten 45 Meter deutlich.
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news

Neue Broschüre von RVR Ruhr Grün lädt ein zum "Natur erleben"

So bunt wie die Natur: Von der Kräuterexkursion über Nachwanderungen bis hin zum Outdoor-Kochen am Lagerfeuer reicht das Angebot des Eigenbetriebs Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Mehr als 60 Veranstaltungen umfasst das diesjährige Programm "Natur erleben", das jetzt in der frisch gedruckten gleichnamigen Broschüre vorgestellt wird.
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markt

Stadtwerke empfehlen, die Abschlagszahlungen anzupassen

Die Lage auf den Energiemärkten ist weiterhin angespannt. Die Stadtwerke Bochum erhalten vielfältige Nachfragen von Kundinnen und Kunden, wie die Abschlagszahlungen für Energie an das veränderte Preisniveau angepasst werden können. Grundsätzlich ist eine Anpassung mit Blick auf die steigenden Weltmarktpreise für Energie sinnvoll, um hohe Nachforderungen zu vermeiden.

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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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