Montag, 15. August 2022 - KW 33 

damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.

Im Jahre 1960 wurde die erste eigene Quelle erschlossen, 1962 folgte die erste eigene Abfüllanlage. Als modern orientiertes Unternehmen setzten die Wattenscheider Sprudelprofis bereits im Jahre 1965 eine EDV- Anlage ein, um Auslieferung und Abrechnung zu automatisieren. So konnte 1969 die 250 Millionste Flasche abgefüllt werden. Die besondere hydrogeologische Lage in Wattenscheid ermöglicht eine besondere Zusammensetzung des Wassers. So wurde 1963 die staatliche Anerkennung als Heilquelle ausgesprochen. Der Traum der damaligen Politik, Wattenscheid in "Bad Wattenscheid" umzubennen, wurde jedoch nicht umgesetzt. Das obere Foto von Anfang der 70er Jahre zeigt einen Teil des aus 400 Fahrzeugen bestehenden Fuhrpark, der immerhin 280 000 Kunden im Ruhr- Wupper- Gebiet belieferten. Die Wende in der Vertriebsstruktur kam im Jahre 1975 mit der Einführung eines Franchise- Systems. Heute werden die Kunden durch Franchisenehmer bundesweit mit einem zeitgemäßen Sortiment beliefert, das längst nicht mehr nur Mineralwässer umfasst. Kunden von damals erinnern sich noch heute gern von den Hanomags mit den damals typischen Kennzeichen, die alle mit "WAT-H" begannen.

Inzwischen ist das Kapitel Mineralwasser in Wattenscheid geschlossen. Die Quellen am Beckmanns Hof sprudeln schon lange nicht mehr. Auf dem Gelände befindet sich ein Baumarkt.


(Bild: Aquella Lieferfahrzeuge um 1970)

damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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markt

Abkühlung für heiße Tage - Stadtwerke haben seit Anfang 2022 rund 12,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser geliefert

Auch bei den aktuell steigenden Temperaturen ist die Trinkwasserversorgung für Bochum gesichert. „Wir liefern pro Tag rund 60 Mio. Liter Trinkwasser an unsere Kunden. Die Talsperren sind gut gefüllt. Die Versorgung über den Sommer ist gesichert“, erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum, zur anstehenden Hitzeperiode. Die Bürgerinnen und Bürger in Bochum haben seit Anfang Januar 2022 rund 12,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Das sind knapp 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum 2021 (13,1 Mio. Kubikmeter).

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Stadtwerke Bochum bieten Wärmepumpen-Technologie im Rundum-Sorglos-Paket

Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu klimafreundlicher Energie: Moderne Wärmepumpen gewinnen Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und nutzen diese zum umweltfreundlichen Heizen. Die Stadtwerke Bochum bieten ab sofort allen Privat- und Gewerbekunden Luft-/Wasser-Wärmepumpen zum Kauf oder im Rundum-Sorglos-Paket zur Pacht an und kümmern sich um Installation, Betrieb und Wartung.
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Stadtwerke: Massiver Anstieg der Beschaffungskosten lässt Gaspreise steigen

Die Situation auf den Energiemärkten ist weiterhin extrem angespannt und durch massive Preissteigerungen geprägt. Die Beschaffungskosten für Erdgas haben sich seit Anfang des Jahres 2021 mehr als verzehnfacht. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bochum hat beschlossen, den Preis für den Grundversorgungstarif StadtwerkeBasis Gas zum 1. Oktober 2022 um 3,90 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) netto bzw. 4,64 ct/kWh brutto anzuheben. Die weiteren Gasangebote werden je nach Produktgestaltung an das neue Preisniveau angepasst. Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend gilt der neue Preis für Bestands- und Neukunden gleichermaßen.
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FOS Polizei: Erster Jahrgang ist gestartet

Am 1. August startete erstmalig der Bildungsgang Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst - kurz "FOS Polizei" am Klaus-Steilmann-Berufskolleg. Von den landesweit rund 2.500 Bewerbenden haben mehr als 300 junge Menschen das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen; 31 haben sich einen der begehrten Schulplätze für den Standort Bochum gesichert.
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Stadtgarten Wattenscheid attraktiver gestalten – 3. Bauabschnitt startet

Der 3. Bauabschnitt zur attraktiveren Gestaltung des Stadtgartens Wattenscheid im Zuge des Förderprojektes „Soziale Stadt – Gesundes Wattenscheid“ startet im Laufe der kommenden Woche (15.-19. August). Das Umwelt- und Grünflächenamt überarbeitet dabei den Pergolengarten sowie die Spielfelder für Boule und Schach.
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Kommunen, Verbünde und Verkehrsunternehmen fordern mehr finanzielle Mittel für ÖPNV

Der öffentliche Verkehr leidet nach wie vor unter der Pandemie. Die mit Corona einhergehenden Beschränkungen haben den Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den vergangenen Jahren finanziell zugesetzt. Hinzu kommt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der weltpolitischen Ereignisse, die die gesamte Branche vor zusätzlich zu bewältigende Herausforderungen stellt. Die aktuelle Situation haben der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und die WestfalenTarif GmbH (WestfalenTarif) zum Anlass genommen, gemeinsam mit Vertreter*innen von Kommunen, Landkreisen und Verkehrsunternehmen, auf die prekäre Lage in der Nahverkehrsbranche aufmerksam zu machen.

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