Dienstag, 07. Dezember 2021 - KW 49 

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Elektrisches Abfallsammelfahrzeug unterwegs

Die USB Bochum GmbH hat ihr erstes vollelektrisches Abfallsammelfahrzeug in Dienst gestellt. Das neue Fahrzeug ist in der Papiersammlung in Bochum eingesetzt und hat bereits die ersten Fahrten hinter sich. Das Fahrzeug des Herstellers Geesinknorba bezieht seine komplette Energie aus einer 200kWh-Batterie-Einheit. Damit kann es einen kompletten Arbeitstag bestreiten.

In der Abfallsammlung war die Elektrifizierung der Fahrzeuge lange Zeit eine Herausforderung. „Abfallsammelfahrzeuge benötigen nicht nur Energie zum Fahren, sondern auch zum Verdichten des Abfalls und zum Schütten der Tonnen“, erklärt der technische Geschäftsführer der USB Bochum GmbH, Christian Kley. Die Fahrzeuge der neuesten Generation bieten durch intelligente Batteriesteuerung die benötigte Leistung und versorgen auch die Nebenantriebe mit ausreichend Strom. Dafür sorgt eine patentierte LiOn PowerPro-Einheit des Herstellers Geesinknorba. Durch optimale Steuerung im Energiemanagement zwischen Chassis und Aufbau garantiert sie einen effizienteren und energiesparenderen Betrieb.

Die USB-Geschäftsführer Dr. Thorsten Zisowski und Christian Kley freuen sich über die neueste Anschaffung. „Mit diesem Fahrzeug setzen wir unseren Ausbau des Fuhrparks auf alternative Antriebsarten konsequent fort“, so USB-Geschäftsführer Dr. Thorsten Zisowski. In diesem Jahr hat die USB Bochum GmbH bereits Abfallsammelfahrzeuge angeschafft, die mit Wasserstoff oder Erdgas angetrieben werden.
Das neueste Fahrzeug ist komplett elektrisch betrieben (Schüttung, Presse und Fahrgestell) und hat ein von der Firma EMOSS umgebautes Mercedes Benz Econic-Fahrgestell. Der Dieselmotor wurde entfernt und durch einen Elektroantrieb ersetzt. Die Sammeleinheit hat ein Fassungsvermögen von ca. 21m³.

Das Fahrzeug fährt im festen Rhythmus und ist in der Papier-Sammlung in Bochum eingesetzt. Auf einer Sammeltour ist ein Fahrzeug in der Regel zwischen 60 und 70 Kilometer am Tag unterwegs und leert bis zu 800 Abfallbehälter – eine Leistung, die mit dem neuen Fahrzeug ohne Einschränkung zu erreichen ist.

Die Anschaffung des Fahrzeuges wurde durch das Förderprogramm „Saubere Luft“ des Bundesministeriums Verkehr und digitale Infrastruktur und der NOW GmbH ermöglicht: Kaufpreis 540.000 EUR, Fördersumme ca. 270.000 EUR.

(Bild: Das neue Abfallsammelfahrzeuge ist künftig in der Papiersammlung eingesetzt und fährt vollelektrisch. (Foto: USB))

 

damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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