Montag, 16. Mai 2022 - KW 20 

Infos zur Landtagswahl NRW am 15. Mai

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren.

Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut. Einige der insgesamt fünfzehn Brücken mussten neu gebaut werden, die meisten wurden instandgesetzt, so wie die im Günnigfelder Osten gelegene Brücke über die so genannte "Reichsbahntrasse" zwischen dem Bahnhof Ückendorf- Wattenscheid und der Zeche Hannover in Hordel. Im Jahre 2002 (Foto) wartete die Brücke noch darauf, aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Die Gleise hatte man schon Jahre zuvor entfernt. Zwei Jahre und viele Eimer Farbe später war die Brücke bereit für neue Aufgaben. Heute führt hier der Radweg von Bochum nach Herne entlang, der den Westpark mit dem Emscher- Radweg verbindet. Über die Trasse der Kray- Wanner- Bahn ist im Jahre 2005 der Anschluss zum Zollverein-Radweg geschaffen worden, über den man die Zeche Zollverein in Essen- Stoppenberg erreichen kann. So ist die Strecke eine der zahlreichen radfreundlich umgenutzten früheren Bahntrassen, ohne die das Ruhrgebiet damals nie ein Zentrum des Bergbaus geworden wäre.
Bild: Eine Brücke der Erzbahntrasse im Jahr 2002 (Foto: Ulli Weber)

 

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RVR Ruhr Grün: Tipps für den Waldbesuch während der Brut- und Setzzeit

Zwischen März und Juli ziehen viele Wildtiere im Wald ihren Nachwuchs auf. Mensch und Tier können zu dieser besonderen Zeit jedoch unbeabsichtigt zur Gefahr für die heimischen Tiere werden. Deswegen bietet der Eigenbetrieb Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR) jetzt auf einer Webseite Tipps zum rücksichtsvollen Verhalten im Wald an.
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TV 01: Frieda Echterhoff knackt EM-Norm

Sie kann einen dicken Haken an eines ihrer Saisonziele setzen und glücklich aufatmen: Wurftalent Frieda Echterhoff hat am Samstag beim „Dortmunder Läufertag + Wurf“ die Norm für die U18-EM in Jerusalem geknackt. Im Stadion Hacheney zeigte die Diskuswerferin einen starken Wettkampf. Gleich im ersten Versuch schleuderte Echterhoff ihr Wurfgerät auf 46,40 Meter und übertraf damit die geforderten 45 Meter deutlich.
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Neue Broschüre von RVR Ruhr Grün lädt ein zum "Natur erleben"

So bunt wie die Natur: Von der Kräuterexkursion über Nachwanderungen bis hin zum Outdoor-Kochen am Lagerfeuer reicht das Angebot des Eigenbetriebs Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Mehr als 60 Veranstaltungen umfasst das diesjährige Programm "Natur erleben", das jetzt in der frisch gedruckten gleichnamigen Broschüre vorgestellt wird.
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"Licht der Hoffnung" auch in Wattenscheid

Seit dem Start am 16. Februar 2022 in Berlin tragen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler eine Fackel nach Art eines Staffellaufs durch die Bundesrepublik. Das „Licht der Hoffnung“ wird Ende Juni Italien erreichen, um dort bei der sogenannten Fiaccolata, der internationalen Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee, präsentiert zu werden. Heute (26.04.) war das Licht auch in Wattenscheid.

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markt

Stadtwerke empfehlen, die Abschlagszahlungen anzupassen

Die Lage auf den Energiemärkten ist weiterhin angespannt. Die Stadtwerke Bochum erhalten vielfältige Nachfragen von Kundinnen und Kunden, wie die Abschlagszahlungen für Energie an das veränderte Preisniveau angepasst werden können. Grundsätzlich ist eine Anpassung mit Blick auf die steigenden Weltmarktpreise für Energie sinnvoll, um hohe Nachforderungen zu vermeiden.

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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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damals

Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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