Montag, 14. Juni 2021 - KW 24 

WAT Nachhaltiges: Wattenscheider Gesundheitswochen 2021

TV 01: Gold für Jasinski, vier Medaillen insgesamt bei der DM in Braunschweig

Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Mit dieser Bilanz kehrt die Mannschaft des TV Wattenscheid 01 zurück von den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig.

„Es gab positive und negative Überraschungen“, sagte TV-01-Manager Michael Huke sofort nach dem Ende der Meisterschaften, „es war so durchwachsen wie das Wetter. Nach der schwierigen Vorbereitung sind wir aber zufrieden. Großartig waren Marius Probst mit einer persönlichen Bestleistung im erst zweiten Saisonrennen und Daniel Jasinski, der jetzt sicher für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert wird. Damit haben wir schon drei dort, nach Hendrik Pfeiffer und Amanal Petros. Vier Medaillen, das ist OK.“

Eine Goldmedaille sicherte sich Daniel Jasinski – fast mit Ansage. Der Deutsche Jahresbeste zeigte im Diskus-Wettkampf, warum er der Mann der Stunde in dieser Disziplin ist. 65,08 Meter weit flog sein Diskus bei schlechten Wetterbedingungen, das konnte keiner der starken Konkurrenten toppen. Jasinski machte nicht einen Moment den Eindruck, als würde er sich den Meistertitel an diesem Sonntag nehmen lassen. Übrigens sein erster: „Ich freu mich riesig, die Konkurrenz bei uns ist superstark, ich konnte mich heute durchsetzen, auch mit einer relativ guten Weite. Es hatte angefangen zu regnen, aber am Ende sind die Bedingungen für alle gleich. Es war nicht immer leicht in den letzten Jahren. Aber meine Familie, mein Vater, meine Kinder, meine Frau, alle haben mir immer gut zugesprochen. Und die Motivation meinerseits war immer wieder da. Es passt im Moment alles gut zusammen, so kann man weitermachen.“

Gold samt Meistertitel gab es auch für Hürdensprinter Erik Balnuweit. So könnte es noch eine Weile weitergehen – da hätte auch Erik Balnuweit sicher nichts dagegen. Auch, wenn er sich derzeit, wie er selbst sagt, „im Spätherbst“ seiner Karriere befindet. Bei diesen Deutschen Meisterschaften allerdings hat es endlich mal geklappt mit der Goldmedaille unter freiem Himmel. 13,61 Sekunden, Saisonbestleistung. „Durch den Weltmeistertitel mit dem Team hat sich bei mir eine innere Zufriedenheit eingestellt“, sagte der Routinier nach seinem Sieg, „danach war ich mit allem fein, auch mit der Karriere, wenn sie denn irgendwann mal vorbei ist. Das hat mich beflügelt, cool zu bleiben, mein Ding zu machen.“ Marius Lewald wurde Fünfter im Halbfinale (14,86 Sekunden).

Marius Probst holte sich die Silbermedaille. Nur, könnte man meinen. Dabei war der Titelverteidiger so schnell über die 1500 Meter unterwegs wie nie zuvor. Bei 3:35,88 Minuten blieb die Uhr für Marius Probst stehen, das bedeutete persönliche Bestleistung. Marius Probst zeigte in einem ultraschnellen Rennen, dem schnellsten Meisterschaftsrennen seit Jahren über diese Distanz, im Schlussspurt das beste Stehvermögen der Verfolgergruppe und rannte vom fünften noch auf den zweiten Platz vor. „Ich bin noch nie so viel beglückwünscht worden wie für diesen zweiten Platz“, sagte Marius Probst nach dem Rennen, „es ist am Ende doch irgendwie ein Traum. Natürlich ist der zweite Platz nicht das, was man am Ende will – aber mit der Zeit und den Umständen der letzten Wochen bin ich einfach unheimlich glücklich. Ich bin jetzt knapp an der Olympianorm vorbei, da fehlt nicht mehr viel.

Bronze sicherte sich Djamila Böhm über die 400 Meter Hürden, in 58,29 Sekunden. „Die Medaille war mein Ziel, und das ist supi“, so Böhm, „mit der Zeit bin ich leider gar nicht glücklich, ich habe seit der (Corona-) Impfung einfach große Probleme bei der Energiebereitstellung und hoffe, dass ich das bis zu den verbleibenden Rennen in dieser Saison noch in den Griff bekomme, so der Wattenscheider Neuzugang.“

Einen vierten Platz gab es für Robin Erewa über die 200 Meter. Nach einem lockeren Sieg im Halbfinale in 21,01 Sekunden konnte der Routinier und vielfache deutsche Meister das Niveau im Finale nicht halten und kam in 21,25 Sekunden ins Ziel. „So schlecht war ich noch nie bei Deutschen Meisterschaften“, sagte ein hochgradig enttäuschter Robin Erewa nach dem Rennen, „dafür gibt es keine Entschuldigung.“ Grund waren offensichtlich Knie-Probleme, „aber wenn ich mich hinstelle, dann ist alles andere egal. Da muss man sich Gedanken für die Zukunft machen.“

Auch Julia Ritter dürfte mit schlechter Laune nach Hause fahren. Mit dem Diskus wurde das Wurf-Multi-Talent des TV Wattenscheid 01 nur Sechste – mit einer für sie mittlerweile schlechten Weite von 57 Metern. Schon nach dem Kugelstoßen war Julia Ritter mehr als ärgerlich, im letzten Versuch wurde sie vom Bronze-Rang verdrängt, wurde am Ende mit 17,58 Metern unglückliche Vierte. „Es gibt nicht viel Positives zu sagen“, sagte sie nach dem Kugelstoßen, „aber mit meiner Leistung Dritte zu werden, wäre auch komisch gewesen. Ich war sehr langsam, schwerfällig, weich, wenn die Beine nicht mitspielen, dann kommt nicht viel dabei rum.“ Trainingskollegin Hanna Meinikmann kam mit 16,09 auf den achten Rang. Bei den Männern wurde Timo Northoff Zehnter (16,96 Meter).

Pech hatte auch Jessie Maduka im Dreisprung. Eine Saisonbestleistung von 13,85 Metern reichte nicht für einen Medaillenrang, am Ende war es ein undankbarer vierter Platz. Maduka wurde im letzten Versuch noch ausgebremst, kontern konnte sie nicht mehr.

Die Möglichkeit hatte Christina Honsel erst gar nicht. Die Titelverteidigerin im Hochsprung laboriert seit längerem an einer schmerzhaften Fußverletzung, trat aber trotzdem an. Die Anfangshöhe von 1,70 Metern war allerdings für die Hochspringerin, die sonst um die zwanzig Zentimeter höher springt, schon ein unüberwindbare Hürde, Honsel schied sofort aus. Ihre Vereinskollegin, die Wattenscheider Nachwuchsathletin Charlotte Haas, wurde mit 1,75 Metern Achte.

A propos Nachwuchs: sich zeigen konnte auch 800 Meter-Läuferin Radha Fielder, die zwar in ihrem Halbfinale nicht über einen siebten Platz hinauskam und so beim Endlauf zusehen musste – die aber mit 2:10,11 Minuten in Braunschweig eine persönliche Bestzeit auf die Bahn brachte. Schneller als jemals zuvor beim Saisonhöhepunkt, das macht gute Athleten aus.

Über das Halbfinale nicht hinaus kamen auch die Wattenscheider Vertreter über die 100 Meter. Maurice Huke und Philipp Trutenat schieden mit 10,62 beziehungsweise 10,55 Sekunden in der Vorschlussrunde aus. Johanna Bechthold war zum Halbfinale bei den Frauen nicht angetreten, sie hatte sich beim Aufwärmen verletzt und sich eine leichte Zerrung zugezogen.

Das Finale über 400 Meter erreichte dagegen Torben Junker. Der Viertelmeiler kam dort auf den sechsten Platz (47,01 Sekunden). Im Halbfinale am Samstag war er noch ein bisschen besser unterwegs: da kam er mit Saisonbestleistung auf den zweiten Platz, in 46,77 Sekunden.

Im Endlauf über 800 Meter wurde Maximilian Sluka Achter (1:51,76 Minuten), Neunte wurde Nicola Kondziella im Weitsprung der Frauen (5,76 Meter).

 

news

Wohnungsbrand in der Vogelstraße

Am Samstag gegen 15.38 Uhr erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Bochum mehrere Notrufe über ein unklares Feuer in einer Wohnanlage für "Betreutes Wohnen" in der Vogelstraße in Eppendorf. Umgehend wurden Einheiten von allen Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr sowie der zuständigen Löscheinheiten Eppendorf und Höntrop der Freiwilligen Feuerwehr an die Einsatzstelle entsendet.



mehr lesen

news

Ab Dortmund nach Malaga, Alicante und Catania

Dreifache Premiere am Flughafen Dortmund: Eurowings ist heute erstmals zu den neuen Zielen Malaga, Alicante und Catania abgehoben. Die Flüge sind Teil des stark ausgeweiteten Angebots an attraktiven Urlaubszielen von Eurowings im Sommerflugplan 2021 und ergänzen die bestehenden Eurowings Verbindungen zur beliebten Ferieninsel Mallorca und nach Split. Weitere Erstanflüge stehen mit den Zielen Neapel, Heraklion und Kavala in den kommenden Tagen auf dem Programm. Zur Insel Rhodos startet Eurowings am 2. Juli. Für den Zeitraum der NRW-Sommerferien plant Eurowings ab Dortmund 280 Abflüge mit einer Kapazität von mehr als 48.000 Sitzplätzen.
mehr lesen

news

Leerungstermine nach Fronleichnam

Am Feiertag Fronleichnam, Donnerstag den 3. Juni 2021, finden keine Leerungen der Restmülltonne, Wertstofftonne, Biotonne und der Papiertonne statt. Die Abfuhr erfolgt einen Tag später:

Von Donnerstag, 3. Juni 2021 auf Freitag, 4. Juni 2021

Von Freitag, 4. Juni 2021 auf Samstag, 5. Juni 2021

Die Hauseigentümer und Hausverwalter werden gebeten, dafür zu sorgen, dass die Müllwerker an den betreffenden Tagen Zutritt zu den Müllbehälter-Standplätzen haben.

In den persönlichen Abfuhrkalendern und im Servicekalender auf der USB-Homepage sind die Änderungen bereits berücksichtigt.

news

Jetzt mitmachen: Online-Klimaschutzkonferenz für Bochumer Schulen

Am 30. Juni findet die erste digitale Bochumer Klimaschutzkonferenz für Schulen statt. Mitmachen können bis zu 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 20 Bochumer Grund- und weiterführenden Schulen. Von jeder teilnehmenden Schule können bis zu fünf Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrperson dabeisein.
mehr lesen

damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


mehr lesen

damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

mehr lesen

damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


mehr lesen

damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
mehr lesen