Dienstag, 05. Mrz 2024 - KW 10 

Stadtwerke Bochum beteiligen sich am Wasserstoffzentrum Hamm

Hamm, Bochum, Aachen. Die Stadtwerke Bochum beteiligen sich mit 20 Prozent am Projekt Wasserstoffzentrum Hamm. Damit schaffen die Stadtwerke ideale Voraussetzungen, um das von Trianel und den Stadtwerken Hamm initiierte Elektrolyseur-Projekt bis voraussichtlich Ende 2023 zum Baubeschluss zu führen. „Die Stadtwerke Bochum beweisen mit dem Einstieg in das Wasserstoffzentrum Hamm Pioniergeist und setzen einen starken Impuls für die innovative Umsetzung der Energiewende“, sagt Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Wasserstoff wird für den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet eine immer wichtigere Rolle spielen. Frühzeitig Wasserstoffmengen zu sichern ist eine kluge Entscheidung, um diese zukunftsweisende Energie für unseren ÖPNV, unsere Abfallwirtschaft und weitere Bereiche zu nutzen. Wir holen Zukunftsenergie ins Ruhrgebiet.“

„Das ist ein Riesenschritt auf dem Weg zur Produktion von grünem Wasserstoff in Hamm. Die positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und die Aufnahme der Stadtwerke Bochum in den Gesellschafterkreis zeigen: Unser ehrgeiziges Ziel, zur Mitte des Jahrzehnts in Uentrop grünen Wasserstoff zu produzieren, steht. Hamm wird damit zum westfälischen Zentrum für grünen Wasserstoff, dem Treibstoff für die produzierende Wirtschaft und Mobilität von Morgen. Wir verbinden damit die Energiewende mit einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung. Darauf kommt es bei der Transformation an“, hebt Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm hervor.

Der geplante Elektrolyseur wird eine Leistung von 20 Megawatt haben und damit bei geplanten 4.000 Vollaststunden bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren können. Die Stadtwerke Bochum sichern sich mit ihrer Beteiligung 20 Prozent der am Standort produzierten Wasserstoffmengen.

„Gemeinsam mit den Stadtwerken Hamm und Bochum planen wir bis voraussichtlich Ende 2023 den Baubeschluss herbeizuführen und nach einer Bauzeit von ca. 15 Monaten bereits 2025 Wasserstoff in und für Westfalen produzieren zu können. Wir freuen uns, mit unseren langjährigen Partnern erneut kommunale Pionierarbeit für den Umbau der Energiewirtschaft leisten und den Energiestandort Hamm weiterentwickeln zu können“, stellt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel, fest. „Das Projekt zeigt, dass Wasserstoff auch im ländlichen Raum eine wichtige Option für die Dekarbonisierung in den Bereichen Mobilität und Industrie ist, die in der politisch dominierten Diskussion der Mega-Projekte an Industriestandorten deutlich mehr Beachtung finden sollte“, so Becker weiter.

Im Rahmen einer umfangreichen Machbarkeitsstudie für das Wasserstoffzentrum sind im letzten Jahr die guten Voraussetzungen für die Realisierung eines Elektrolyseurs und die regionale Verwendung des dort produzierten Wasserstoffs bestätigt worden. Als idealen Standort für den Elektrolyseur wurde das Gelände des Trianel Gaskraftwerks Hamm identifiziert Der Standort verfügt über eine gute Anbindung an die Bundesautobahnen A1 und A2, über eine Anbindung an eine der großen Nord-Süd-Stromtrassen sowie über eine integrierte und systemdienliche Strom- und Gasinfrastruktur.

Die Studie zeigt, dass das Projekt wegen der Infrastrukturvorteile am Standort und der hervorragenden Transport- und Absatzwege für den hier produzierten Wasserstoff über Schiene, Straße und Wasserstraße wirtschaftlich ist. Die Machbarkeitsstudie hat auch festgestellt, dass interessante Möglichkeiten für den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien in Hamm und Umgebung für die Stromversorgung der geplanten Elektrolyseanlage bestehen. Hier könnte das geplante Projekt auch von Grünstrom-Direktlieferungen profitieren und einen weiteren Beitrag für die Energiewende leisten. „Das Wasserstoffzentrum Hamm ist das richtige Projekt zur richtigen Zeit, um auch den politisch gewünschten Wasserstoff-Hochlauf in Deutschland mit einem kommunalen Projekt voranzutreiben“, so Sven Becker weiter.



Bild: Marc Herter (Oberbürgermeister der Stadt Hamm) und Thomas Eiskirch (Oberbürgermeister der Stadt Bochum) mit den Geschäftsführern der beteiligten Unternehmen.Foto: (Stadt Hamm | Thomas Hübner)

 

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Gabriele Czerwinski
Wattenscheider Künstlerin
(68 Jahre)

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Stadtwerke Bochum bauen öffentliche Ladepunkte für Elektroautos weiter aus

Mit insgesamt 52 neuen öffentlichen Ladepunkten erhöhen die Stadtwerke Bochum deutlich das Angebot zum Aufladen von Elektrofahrzeugen in der Stadt. Die neuen Ladepunkte werden aus Mitteln des Sparkassenbriefs “Natürlich Bochum“ realisiert.

Die AC-Ladestationen der neuesten Generation gehen in den kommenden Wochen sukzessive in Betrieb und verfügen alle über zwei Ladepunkte mit einer Ladeleistung von je 22 Kilowatt (kW). Über ein integriertes Bezahlterminal können Kunden neben der Bezahlung via Ladekarte oder App auch kontaktlose Zahlungen über Kredit- und EC-Karte sowie mobile Bezahlverfahren nutzen.
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Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den riesigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.

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Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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