Donnerstag, 09. Februar 2023 - KW 06 

Stadtwerke Bochum beteiligen sich am Wasserstoffzentrum Hamm

Hamm, Bochum, Aachen. Die Stadtwerke Bochum beteiligen sich mit 20 Prozent am Projekt Wasserstoffzentrum Hamm. Damit schaffen die Stadtwerke ideale Voraussetzungen, um das von Trianel und den Stadtwerken Hamm initiierte Elektrolyseur-Projekt bis voraussichtlich Ende 2023 zum Baubeschluss zu führen. „Die Stadtwerke Bochum beweisen mit dem Einstieg in das Wasserstoffzentrum Hamm Pioniergeist und setzen einen starken Impuls für die innovative Umsetzung der Energiewende“, sagt Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Wasserstoff wird für den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet eine immer wichtigere Rolle spielen. Frühzeitig Wasserstoffmengen zu sichern ist eine kluge Entscheidung, um diese zukunftsweisende Energie für unseren ÖPNV, unsere Abfallwirtschaft und weitere Bereiche zu nutzen. Wir holen Zukunftsenergie ins Ruhrgebiet.“

„Das ist ein Riesenschritt auf dem Weg zur Produktion von grünem Wasserstoff in Hamm. Die positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und die Aufnahme der Stadtwerke Bochum in den Gesellschafterkreis zeigen: Unser ehrgeiziges Ziel, zur Mitte des Jahrzehnts in Uentrop grünen Wasserstoff zu produzieren, steht. Hamm wird damit zum westfälischen Zentrum für grünen Wasserstoff, dem Treibstoff für die produzierende Wirtschaft und Mobilität von Morgen. Wir verbinden damit die Energiewende mit einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung. Darauf kommt es bei der Transformation an“, hebt Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm hervor.

Der geplante Elektrolyseur wird eine Leistung von 20 Megawatt haben und damit bei geplanten 4.000 Vollaststunden bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren können. Die Stadtwerke Bochum sichern sich mit ihrer Beteiligung 20 Prozent der am Standort produzierten Wasserstoffmengen.

„Gemeinsam mit den Stadtwerken Hamm und Bochum planen wir bis voraussichtlich Ende 2023 den Baubeschluss herbeizuführen und nach einer Bauzeit von ca. 15 Monaten bereits 2025 Wasserstoff in und für Westfalen produzieren zu können. Wir freuen uns, mit unseren langjährigen Partnern erneut kommunale Pionierarbeit für den Umbau der Energiewirtschaft leisten und den Energiestandort Hamm weiterentwickeln zu können“, stellt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel, fest. „Das Projekt zeigt, dass Wasserstoff auch im ländlichen Raum eine wichtige Option für die Dekarbonisierung in den Bereichen Mobilität und Industrie ist, die in der politisch dominierten Diskussion der Mega-Projekte an Industriestandorten deutlich mehr Beachtung finden sollte“, so Becker weiter.

Im Rahmen einer umfangreichen Machbarkeitsstudie für das Wasserstoffzentrum sind im letzten Jahr die guten Voraussetzungen für die Realisierung eines Elektrolyseurs und die regionale Verwendung des dort produzierten Wasserstoffs bestätigt worden. Als idealen Standort für den Elektrolyseur wurde das Gelände des Trianel Gaskraftwerks Hamm identifiziert Der Standort verfügt über eine gute Anbindung an die Bundesautobahnen A1 und A2, über eine Anbindung an eine der großen Nord-Süd-Stromtrassen sowie über eine integrierte und systemdienliche Strom- und Gasinfrastruktur.

Die Studie zeigt, dass das Projekt wegen der Infrastrukturvorteile am Standort und der hervorragenden Transport- und Absatzwege für den hier produzierten Wasserstoff über Schiene, Straße und Wasserstraße wirtschaftlich ist. Die Machbarkeitsstudie hat auch festgestellt, dass interessante Möglichkeiten für den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien in Hamm und Umgebung für die Stromversorgung der geplanten Elektrolyseanlage bestehen. Hier könnte das geplante Projekt auch von Grünstrom-Direktlieferungen profitieren und einen weiteren Beitrag für die Energiewende leisten. „Das Wasserstoffzentrum Hamm ist das richtige Projekt zur richtigen Zeit, um auch den politisch gewünschten Wasserstoff-Hochlauf in Deutschland mit einem kommunalen Projekt voranzutreiben“, so Sven Becker weiter.



Bild: Marc Herter (Oberbürgermeister der Stadt Hamm) und Thomas Eiskirch (Oberbürgermeister der Stadt Bochum) mit den Geschäftsführern der beteiligten Unternehmen.Foto: (Stadt Hamm | Thomas Hübner)

 

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Mastodon in WAT

Mastodon ist ein soziales Netzwerk. Im Gegensatz zu großen vergleichbaren Diensten wie Twitter ist Mastodon als dezentrales Netzwerk konzipiert, das nicht auf einer Plattform basiert: Verschiedene Server, von Privatpersonen, Vereinen oder sonstigen Stellen eigenverantwortlich betrieben, können miteinander interagieren. Seit Anfang 2023 gibt es auch einen Wattenscheider Ableger: wattenscheid.me. Hier kann weltweit kommuniziert oder auch innerhalb Wattenscheids geklönt werden.

>> zu wattenscheid.me

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DRK-Testcenter schließt nach fast 2 Jahren

Nach fast zwei Jahren schließt das Corona-Testzentrum des DRK-Kreisverbandes Wattenscheid am 04. Februar nun endgültig seine Türen. Nachdem die Besucherinnen und Besucher in den letzten Monaten immer weniger wurden, ist dies für das Leitungsteam der „einzige logische Schritt“, denn Ende Januar läuft die Corona-Testverordnung aus und die Nachfragen werden nach dem Ende der Isolationspflicht im Infektionsfall noch weiter sinken.


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Sportplatz in Günnigfeld erhält Kunstrasen

Gute Nachrichten für Günnigfeld: Aus dem Rasenplatz an der Günnigfelder Straße wird ein modernes Kunstrasenspielfeld, der benachbarte Ascheplatz an der Martin-Lang-Straße wandelt sich danach in eine Fläche für eine Kindertagesstätte und neue Wohnungen. 2023 wird mit den Planungen begonnen, 2024 geht es mit den Arbeiten am Kunstrasenplatz los.

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Vorsorge für den Krisenfall: Stadtverwaltung definiert 15 Hilfezentren im Stadtgebiet

Stromausfall, kein Handynetz mehr, Überschwemmungen, ein Kampfmittelfund, dann noch ein Notfall – was tun, wenn es ernst wird? Darauf stellt sich die Stadt Bochum ein. Um im Krisenfall gezielt reagieren und die Bevölkerung schnell informieren und zum Teil notfallversorgen zu können, plant die Stadt Bochum an 15 Standorten so genannte KrisenInformationsErsthilfeZentren (KIEZ) vorzuhalten.


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"Yoga im Sitzen" beim DRK Wattenscheid

Yoga ist für alle da! So lautet das Credo DRK-Kursleiterin Monika Heer beim Yoga im Sitzen. „Warum sollten die zahlreichen positiven Wirkungen des Yoga einer jungen, sportlichen Zielgruppe vorbehalten bleiben, wenn sich viele Übungen auch auf einem Stuhl praktizieren lassen?“, fragt sich Monika Heer. Auf der körperlichen Ebene geht es beim Yoga dabei vor allem um drei Ziele: Balance und Koordinationsfähigkeit, Aufrichtung und Beweglichkeit der Wirbelsäule und Vergrößerung des Lungenvolumens - alle drei ein echter Gewinn für Lebensqualität für die zweite Lebenshälfte!
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Kunden im Schnitt lediglich 9,5 Minuten ohne Strom

Die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Bochum mussten im Jahr 2021 im Durchschnitt nur 9,5 Minuten auf elektrische Energie verzichten. Damit belegt das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bochum erneut einen sehr guten Rang. Bundesweit lag der Durchschnitt für unplanmäßige Stromunterbrechungen im Jahr 2021 nach Angaben der Bundesnetzagentur bei 12,7 Minuten je Letztverbraucher.
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Stadtwerke suchen wieder Herzensprojekte

Seit dem 17. Januar können sich wieder Bochumer Vereine, Einrichtungen und Organisationen mit ihren Projektideen um ein Sponsoring als Bürgerprojekt der Stadtwerke Bochum bewerben. Noch bis zum 6. Februar läuft unter dem Motto „Wofür schlägt dein Herz?“ die Bewerbungsphase auf www.stadtwerke-bochum.de/buergerprojekte. Dort können Projekte aus den Kategorien Sport, Kultur, Bildung und Soziales eingereicht werden. Die Fördersumme pro Projekt reicht von 5.000 bis maximal 15.000 Euro.
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Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb.

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Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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