Montag, 26. September 2022 - KW 39 

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.

Erst mit der Umgestaltung der Innenstadt in den sechziger Jahren kam die Wende. Der rapide zunehmende Autoverkehr hatte die Innenstadt längst überfordert und wurde verbannt. Das gesamte Brinkviertel, das unter dem Krieg viel gelitten hatte, wurde mit seinen alten Fachwerkhäusern bis zur früheren Nordstraße für den Bau des Hauses "Horten" abgerissen, der später zum Gertrudiscenter wurde. Die Häuser auf der linken Bildhälfte wurden ebenfalls abgerissen. Die freigewordene Fläche bekam am 30. September 1966 den Namen "Alter Markt". Längst fahren hier weder Straßenbahnen noch Autos. Und Levy Spiero, der hier um 1900 als Herrenausstatter firmierte, kennt längst niemand mehr.

 

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Wissenschaftler an der RUB untersucht, wie Mitarbeitende den Feierabend zurückerobern

Bochum (idr). Dass die Gedanken auch nach Feierabend um die Arbeit kreisen, hält viele Menschen vom Einschlafen ab. Oft werden digitale Medien und ständige Erreichbarkeit dafür verantwortlich gemacht. Prof. Dr. Marcel Kern, Leiter der Arbeitsgruppe Arbeit und Gesundheit an der Ruhr-Universität Bochum hat gemeinsam mit einem Team der Universität Kassel jetzt aber in einer Studie belegt: Menschen greifen zum Handy, weil sie nicht abschalten können. Es ist eher nicht so, dass sie nicht abschalten können, weil sie das Handy nutzen.
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Angepasste Covid-19 Impfstoffe werden ab sofort im Impfzentrum des Gesundheitsamtes angeboten

Seit dem 21. September können im Impfzentrum des Gesundheitsamtes, Westring 28, Zugang über Gustav-Heinemann-Platz, Auffrischungsimpfungen mit den zur Verfügung stehenden Omikron-adaptierten mRNA-Impfstoffen durchgeführt werden. Laut STIKO-Empfehlung vom 21. September wird geraten, für alle Auffrischungsimpfungen (Booster) ab zwölf Jahren vorzugsweise einen der zugelassenen und verfügbaren Omikron-adaptierten, bivalenten mRNA-Impfstoffe einzusetzen.
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Fachoberschule Polizei: Startschuss für die Bewerbung am 1. Juni

Mit dem Realschulabschluss zur Polizei? Ja, das geht! Der Bewerbungszeitraum für die Fachoberschule Polizei beginnt am Mittwoch, 1. Juni. Bewerben können sich Realschülerinnen und -schüler, die spätestens 2023 ihren Abschluss in der Tasche haben werden. Fragen können diese Woche bei einer Online-Veranstaltung gestellt werden.
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VRR: Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag 2022

Deutschland feiert am 20. September 2022 den Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am kommenden Dienstag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen der Verkehrsunternehmen im Verbundraumund in ganz NRW. Ein Ticket ist nicht nötig.
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Nach Ende des 9-Euro-Ticket: Attraktive Abo-Aktionen bei der BOGESTRA

Am 31. August 2022 war bekanntlich der letzte Gültigkeitstag des 9-Euro-Tickets. Direkt zum Monatswechsel September bildeten sich dann auch lange Schlangen vor den KundenCentern mit Kund*innen, die gerne eine persönliche Ticketberatung in Anspruch genommen haben, um für sich das richtige Ticket im Anschluss an das 9-Euro-Ticket zu finden. Mit dabei waren aber auch viele Jugendliche, die zum Ausbildungsstart ein neues Ticket benötigten oder Fahrgäste, die einfach nur – wie immer zum 1. Tag eines neuen Monats - eine Monatskarte kaufen wollten.
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damals

Das Hotel CentralHof

Über 50 Jahre lang stand eine Gaststätte an der Ecke Voede- und Oststraße. In dem Gebäude, daß am Ende des vorletzten Jahrhunderts von Wilhelm Kesten erbaut wurde, befand sich neben der Gastronomie "Central Hof", die auch über einen Ballsaal im ersten Obergeschoss verfügte, auch ein Textilgeschäft. Am 15. Mai 1892 feierte das rennomierte Bekleidungsgeschäft Alsberg seine Eröffnung. Später handelten dort die Firmen Heß und Flatow mit Textilien. Die Firma Heß zog später in ein großes Ladenlokal, im oberen Teil der Innenstadt.

Im Jahre 1947 erwarb Aloys Thoben, der Vater des späteren Inhabers, mit seinem Partner Alfons Oeben das Gebäude und gründete die Firma "Oeben und Thoben". Im Juni 1951 begannen die neuen Hausherren mit dem Umbau, der dem Haus seine heutige Aufteilung bescherte.
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damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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