Montag, 26. September 2022 - KW 39 

damals

Ein Modell des frühen Wattenscheid

Ein Museum bietet meist einen Blick in die Vergangenheit. Im Heimatmuseum geht dieser Blick nun in das 18. Jahrhundert, als die Freiheit Wattenscheid gerade einmal 700 Einwohner zählte. Ein neues Modell zeigt den Besuchern nun, wie Wattenscheid um 1750 herum aussah. Wer dabei viele Details erwartet, liegt jedoch falsch. "Es gibt so gut wie keine detailierten Überlieferungen aus der Zeit und wir wollten nichts hinzudichten" erklärt Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Das Modell ist dennoch sehr aufschlußreich. Hier wird deutlich, dass Wattenscheid um die Zeit, als die kleine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, ein beschauliches, kleines Städtchen war. Eben diese Kirche ist auch das einzige Gebäude, dass seitdem unverändert blieb. Die mittelalterliche Wehranlage, wie Stadtgraben und Wall, sind deutlich zu sehen. Dabei war es schon nicht einfach, das Modell geschichtssicher hinzubekommen. Schließlich hat es in den 250 Jahren bergbaubedingte Bodenabsenkungen, aber auch siedlungs- und industriebedingte Anschüttungen gegeben.

Andere Gebäude konnten nur aufgrund von vagen Überlieferungen rekonstruiert werden. So gibt es von der alten Gertrudiskirche, die 1867 abgerissen wurde, nur eine Zeichnung, die von Wilhelm Vennebusch und Anton Bomers im Jahre 1925 aus dem Gedächtnis angefertigt wurde. Das alte Rathaus mit seinen Rundbögen ist ebenfalls nach einem Gemälde von Anton Felderhof dargestellt. Ein wichtiges Detail auf diesem Modell wurde nicht vergessen: der Schandpfahl steht rechts neben dem Rathaus.

Finanziert wurde das Modell aus dem Etat des Heimatmuseums, der vom Kulturbüro gestellt wird. Bernhard Szafranek vom Kulturbüro der Stadt lobte die Zusammenarbeit mit dem HBV: "Hier steckt viel ehrenamtliches Engagement drin". So seien die Besucherzahlen in letzter Zeit deutlich gestiegen. Für Rudolf Wantoch, der das Museum betreut, könnten es jedoch mehr Besucher sein. Er führt auch ganze Schulklassen durch die Wattenscheider Geschichte, erzählt den Kindern manche Anekdote von damals. Wantoch freut sich besonders über das Modell: "Erzählen kann man viel, aber jetzt können wir den Kindern zeigen, dass Wattenscheid früher ein kleines Städtchen war".


(Bild: Das mittelalterliche Wattenscheid im Modell (Foto: Ulli Weber))

damals

Das Hallenbad am Bußmanns Weg

Die Eröffnung des Hallenbades am Bussmannsweg war das herausragende Ereignis im Jahre 1964. Von der Eröffnung am 15. Juli bis zum Jahresende zählte man 122000 Besucher. Mit einem Mehrzweckbecken 12,5x25 Meter und einem Lehrschwimmbecken 8x12,5 Meter war das Hallenbad zu seiner Zeit sehr modern. Sicher wird so mancher Leser wehmütig an die ersten Schwimmversuche in der lichtdurchfluteten Halle oder an die Angst vor dem Sprung vom Dreimeterturm vor den rieseigen blauen Mosaiken an den Wänden zurückdenken.
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Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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markt

Nach Ende des 9-Euro-Ticket: Attraktive Abo-Aktionen bei der BOGESTRA

Am 31. August 2022 war bekanntlich der letzte Gültigkeitstag des 9-Euro-Tickets. Direkt zum Monatswechsel September bildeten sich dann auch lange Schlangen vor den KundenCentern mit Kund*innen, die gerne eine persönliche Ticketberatung in Anspruch genommen haben, um für sich das richtige Ticket im Anschluss an das 9-Euro-Ticket zu finden. Mit dabei waren aber auch viele Jugendliche, die zum Ausbildungsstart ein neues Ticket benötigten oder Fahrgäste, die einfach nur – wie immer zum 1. Tag eines neuen Monats - eine Monatskarte kaufen wollten.
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Fachoberschule Polizei: Startschuss für die Bewerbung am 1. Juni

Mit dem Realschulabschluss zur Polizei? Ja, das geht! Der Bewerbungszeitraum für die Fachoberschule Polizei beginnt am Mittwoch, 1. Juni. Bewerben können sich Realschülerinnen und -schüler, die spätestens 2023 ihren Abschluss in der Tasche haben werden. Fragen können diese Woche bei einer Online-Veranstaltung gestellt werden.
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VRR: Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag 2022

Deutschland feiert am 20. September 2022 den Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am kommenden Dienstag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen der Verkehrsunternehmen im Verbundraumund in ganz NRW. Ein Ticket ist nicht nötig.
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Neufeld und Dudek komplettieren Torwartteam der SGW

Aufmerksamen 09-Fans dürfte aufgefallen sein: Hinter Bruno Staudt tauchte in den vergangenen Wochen öfters ein anderer Name als Ersatztorhüter auf. Mit den Verpflichtungen von Kilian Neufeld und Daniel Dudek ist das Torhüterteam nun komplett.

Kilian Neufeld stammt aus der Jugend von Hannover 96, Daniel Dudek stammt aus der Jugend von Rot-Weiss Essen. Neben den beiden Neuzugängen und Bruno Staudt hilft erneut Philipp Kunz aus.
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