Montag, 15. August 2022 - KW 33 

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Zeche Holland: Stellwerk wird abgerissen

Schon lange steht das Stellwerk der Zeche Holland ungenutzt an der ehemaligen Bahnstrecke, die bereits seit über 20 Jahren als Fuß- und Radweg genutzt wird. Anfang der 2000er Jahre war das Stellwerk in den Besitz der Stadt Bochum übergegangen. Damals zeigte sich das Stellwerk unberührt, seit der letzten Schicht der Stellwerker war nichts mehr angerührt worden. Auf dem Tisch lag noch ein Kartenspiel, eine fettverschmierte Hose hing seitlich an dem Verteilerschrank, der in seiner hölzernen Bauweise schon lange nicht mehr zulässig war. In der kleinen Kaffeemaschine steckte noch ein benutzter Kaffeefilter, der schon lange ausgetrocknet war.

Die Fläche des Stellwerkraums misst gerade einmal knapp 10 Meter, von der quadratischen Grundfläche muss man die kleine Treppe abziehen. Unter dem Stellwerksraum befindet sich eine halbhohe Etage, in der früher die Kabel des Stellwerktischs von der Raummitte an die Seite geführt wurden. Im Erdgeschoss befindet sich eine kleine Toilette und ein paar Spinde. Die Heizenergie wurde ursprünglich von der Zeche Holland zugeführt, ebenso wie die Stromversorgung. Damals suchte die die Stadt einen Nutzer, der das Gebäude mit einer neuen Versorgung ausstattete. Doch auch diese Nutzung endete vor Jahren, so dass da kleine Stellwerk nun wieder ungenutzt ist.

"Die Bausubstanz ist aufgrund des Alters des Gebäudes verbraucht und eine Instandsetzung auf den heutigen Stand ist wirtschaftlich nicht vertretbar. Eine Vermietung ist aufgrund der geringen Grundfläche des Stellwärterhäuschens von ca. 10 m² nicht möglich" teilte die Stadt Bochum auf Anfrage mit. Architekt Norbert Herden, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins Wattenscheid e.V., ist skeptisch: "Auf Zollverein in Essen steht ein vergleichbares Gebäude. Das wird natürlich genutzt". Doch das Schicksal des Wattenscheider Stellwerks ist besiegelt. Die Stadt Bochum teilte mit, dass der Abbruch bereits beauftragt sei und voraussichtlich im Juli 2022 stattfinden soll.


(Bild: Das Stellwerk Anfang der 2000er Jahre. (Foto: Ulli Weber))

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BOGESTRA veranstaltet Werkstatt-Speed-Dating für Schülerinnen

Am 3. September 2022 geht es bei der BOGESTRA in Sachen Ausbildung rasant zu: Der Mobilitätsdienstleister lädt interessierte junge Frauen ab 14 Jahren zum Werkstatt-Speed-Dating in die Hallen des Straßenbahnbetriebshofes Engelsburg an der Essener Straße ein. Bei diesem Speed-Dating in der Werkstatt rotieren die Teilnehmerinnen um fünf verschiedene Stationen. An jeder gibt es einiges zu werkeln, auszuprobieren und zu reparieren. Die Idee: BOGESTRA-Ausbildungsberufe erlebbar zu machen.
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Kommunen, Verbünde und Verkehrsunternehmen fordern mehr finanzielle Mittel für ÖPNV

Der öffentliche Verkehr leidet nach wie vor unter der Pandemie. Die mit Corona einhergehenden Beschränkungen haben den Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den vergangenen Jahren finanziell zugesetzt. Hinzu kommt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der weltpolitischen Ereignisse, die die gesamte Branche vor zusätzlich zu bewältigende Herausforderungen stellt. Die aktuelle Situation haben der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und die WestfalenTarif GmbH (WestfalenTarif) zum Anlass genommen, gemeinsam mit Vertreter*innen von Kommunen, Landkreisen und Verkehrsunternehmen, auf die prekäre Lage in der Nahverkehrsbranche aufmerksam zu machen.

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Stadt und Ernährungsrat suchen Projektideen für mehr Artenvielfalt

Die Stadt Bochum hat in diesem Jahr für die Kampagne „Bochum blüht und summt“ den neu gegründeten gemeinnützigen Verein EssBO! Ernährungsrat Bochum e. V. für ein gemeinsames Programm gewinnen können.

In Kooperation zwischen dem Umwelt- und Grünflächenamt und EssBO! Ernährungsrat Bochum e. V. sollen weitere Aktionen rund um das Thema insektenfreundliche Gärten, Vorgärten, Hinterhöfe, Fassaden und Balkone begleitet und initiiert werden.
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Leichtathletik-EM: TV 01 stellt die meisten Teilnehmer

Das muss man erst mal schaffen: Wenn am kommenden Montag die Leichtathletik-Europameisterschaften in München starten, ist der TV Wattenscheid 01 Leichtathletik e.V. mit gleich zehn Athleten dabei. Kein Verein in Deutschland hat mehr Athleten am Start.

„Das freut uns natürlich sehr, dass wir bei den Nominierungen so dominant sind“, sagte TV 01-Manager Michael Huke, „auch wenn einige erst über das Ranking ins Aufgebot gerutscht sind, für die die Teilnahme schon ein Erfolg ist.“

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Stadtgarten Wattenscheid attraktiver gestalten – 3. Bauabschnitt startet

Der 3. Bauabschnitt zur attraktiveren Gestaltung des Stadtgartens Wattenscheid im Zuge des Förderprojektes „Soziale Stadt – Gesundes Wattenscheid“ startet im Laufe der kommenden Woche (15.-19. August). Das Umwelt- und Grünflächenamt überarbeitet dabei den Pergolengarten sowie die Spielfelder für Boule und Schach.
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Stadt schafft zentrale Stelle zur Ratten- und Mäusebekämpfung

Die städtische Infrastruktur in Bochum besteht unter anderem aus rund 32.000 Kanalschächten und 900 Liegenschaften, darunter Gebäude, aber auch Parks und Spielplätze. Um dort effektiv gegen Ratten und andere Schadnager vorgehen zu können, hat die Stadt Bochum eine zentrale Bekämpfungsstelle eingerichtet.

Angesiedelt beim Technischen Betreib der Stadt kümmert sich Patric Paul als Koordinator um die Schadnagerbekämpfung.
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Stadtwerke: Gasverbrauch im Juli weiter stark rückläufig

Die Kundinneninnen und Kunden der Stadtwerke Bochum haben im Juli Erdgas eingespart. Die Stadtwerke speisten 46,5 Millionen Kilowattstunden ins Netz ein. Das sind rund 30 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Juli 2021 waren es noch 66,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas. Damit setzt sich der Trend der Vormonate fort. Seit Jahresanfang verbrauchte Bochum rund 1,35 Milliarden Kilowattstunden Erdgas. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,65 Kilowattstunden Erdgas.
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15731 mit WAT

In Bochum und Wattenscheid waren im Juli insgesamt 262.486 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 445 mehr als im Juni. Mit Wattenscheider Kennzeichen sind seit Juli 15.731 Autos unterwegs, ein Plus von 30.
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FOS Polizei: Erster Jahrgang ist gestartet

Am 1. August startete erstmalig der Bildungsgang Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst - kurz "FOS Polizei" am Klaus-Steilmann-Berufskolleg. Von den landesweit rund 2.500 Bewerbenden haben mehr als 300 junge Menschen das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen; 31 haben sich einen der begehrten Schulplätze für den Standort Bochum gesichert.
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Neue Pop-Kantorin möchte im Bistum Essen mit christlicher Pop-Musik bewegen

Die 24-jährige Sängerin Lina Wittemeier und Pianistin ist die neue Pop-Kantorin des Bistums Essen. Nachdem das Bistum zwischen 2017 und 2020 bereits erste Projekterfahrungen mit christlicher Pop-Musik gemacht hat, wird diese nun als fester Bestandteil der Kirchenmusik in der Diözese verankert. Zugleich beteiligt sich der Evangelische Kirchenkreis Essen an der Initiative und unterstreicht so die ökumenische Bedeutung dieser Musik.

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Balkongespräch mit Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke: „Jeder Tropfen Wasser zählt“

„Bis 2035 möchte Bochum klimaneutral und zu 100 Prozent erneuerbar sein. Und wir wollen so schnell wie möglich eine klimaresistente und klimaresiliente Stadt werden“, sagt Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke in seinem Sommergespräch bei weit über 30 Grad auf dem Rathaus-Balkon. Um für Folgen des Klimawandels wie zunehmende Hitzewellen, Starkregen und Überschwemmungen besser gerüstet zu sein und die Ziele des Klimaplans 2035 für Bochum zu erreichen, muss Bochums Stadtverwaltung mit den Bürgerinnen und Bürgern an einem Strang ziehen.
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Smarte Infrastruktur schaffen und Bochum für Krisen wappnen

Städte werden mit ihren Dienstleistungen und in ihrer Ausstattung zunehmend digitaler. Motor in Bochum ist dafür die Smart City Innovation Unit, kurz SCIU. Stadt und Stadttöchter arbeiten in dieser gemeinsam an der digitalen Zukunft der Stadt. Organisationsübergreifend entwickeln und begleiten dort 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Digitalisierungsprojekte und -prozesse. Sie setzen damit das teils durch den Bund geförderte Smart City Konzept der Stadt um. „Das ist deutschlandweit ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal“, sagt Stadtdirektor Sebastian Kopietz in seinem Sommergespräch.
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Auflegen ist nicht unhöflich: Warnung vor falschen Polizeibeamten

Aktuell mehren sich wieder die Anrufe von falschen Polizeibeamten. Die Betrüger erzählen skurrile Geschichten und versuchen auf diese Weise, Geld zu entwenden. Die Polizei mahnt: Auflegen ist nicht unhöflich!
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RVR Ruhr Grün warnt vor steigender Waldbrandgefahr

Essen/Metropole Ruhr (idr). Hitze und Trockenheit - das ist für die Wälder im Ruhrgebiet ein brandgefährlicher Mix. Grillen und Feuerentzünden sind im Wald und 100 Meter um den Wald herum streng verboten! Das gilt auch für Rauchen im Wald (bis zum 31. Oktober)! Brennende Zigarettenstummel dürfen nicht weggeworfen werden – auch nicht aus dem Autofenster.
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Quentin Mays Buch "Fast alles über Wattenscheid"

Im Februar 2021 erreichte Quentin May Vito von Eichborns Frage, ob er für die „Fast alles über...“-Reihe seines Verlags Vitolibro nicht das Buch über Wattenscheid schreiben möchte. Quentin May strahlt: "Auf solch eine Frage gibt es nur eine Antwort: Ja sicher!" Und damit war ein großer Teil seiner Freizeit des Jahres 2021 bereits erfolgreich mit Recherche, Fototouren und dem eigentlichen Schreiben selbst verplant. Von wegen Corona-Langeweile. Als vor der Eingemeindung gebürtiger und somit echter Wattenscheider weiß man natürlich so einiges von und über seine Heimatstadt. Aber für ein Buch reicht das noch lange nicht.


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Fachoberschule Polizei: Startschuss für die Bewerbung am 1. Juni

Mit dem Realschulabschluss zur Polizei? Ja, das geht! Der Bewerbungszeitraum für die Fachoberschule Polizei beginnt am Mittwoch, 1. Juni. Bewerben können sich Realschülerinnen und -schüler, die spätestens 2023 ihren Abschluss in der Tasche haben werden. Fragen können diese Woche bei einer Online-Veranstaltung gestellt werden.
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Stadtwerke Bochum bieten Wärmepumpen-Technologie im Rundum-Sorglos-Paket

Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu klimafreundlicher Energie: Moderne Wärmepumpen gewinnen Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und nutzen diese zum umweltfreundlichen Heizen. Die Stadtwerke Bochum bieten ab sofort allen Privat- und Gewerbekunden Luft-/Wasser-Wärmepumpen zum Kauf oder im Rundum-Sorglos-Paket zur Pacht an und kümmern sich um Installation, Betrieb und Wartung.
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Stadtwerke: Massiver Anstieg der Beschaffungskosten lässt Gaspreise steigen

Die Situation auf den Energiemärkten ist weiterhin extrem angespannt und durch massive Preissteigerungen geprägt. Die Beschaffungskosten für Erdgas haben sich seit Anfang des Jahres 2021 mehr als verzehnfacht. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bochum hat beschlossen, den Preis für den Grundversorgungstarif StadtwerkeBasis Gas zum 1. Oktober 2022 um 3,90 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) netto bzw. 4,64 ct/kWh brutto anzuheben. Die weiteren Gasangebote werden je nach Produktgestaltung an das neue Preisniveau angepasst. Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend gilt der neue Preis für Bestands- und Neukunden gleichermaßen.
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Abkühlung für heiße Tage - Stadtwerke haben seit Anfang 2022 rund 12,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser geliefert

Auch bei den aktuell steigenden Temperaturen ist die Trinkwasserversorgung für Bochum gesichert. „Wir liefern pro Tag rund 60 Mio. Liter Trinkwasser an unsere Kunden. Die Talsperren sind gut gefüllt. Die Versorgung über den Sommer ist gesichert“, erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum, zur anstehenden Hitzeperiode. Die Bürgerinnen und Bürger in Bochum haben seit Anfang Januar 2022 rund 12,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Das sind knapp 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum 2021 (13,1 Mio. Kubikmeter).

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damals

Aquella und der Traum von Bad Wattenscheid

Lange vor der Erfindung des Internet wurde in Wattenscheid ein Servide ins Leben gerufen, der Getränke ins Haus lieferte. Bereits im Jahre 1949 wurde das Unternehmen AQUELLA von Robert Ernst Heddergott gegründet. Das Konzept des Einmannunternehmens für den Hausvertrieb von Getränken ging auf, so dass im Jahre 1953 das inzwischen entwickelte Heimdienst- Vertriebssystems "Lieferung von Mineralquellen-Getränken und Mineralquellen-Limonaden direkt ins Haus" umgesetzt wurde.


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damals

Die Erzbahntrasse

Als auf dem Gelände des heutigen Westparks in Bochum neben der Jahrhunderthalle noch Hochöfen in Betrieb waren, brauchte man zur Eisengewinnung zwei Hauptbestandteile: Kohle und Eisenerz. Kohle hatte man genug an Ort und Stelle, das Eisenerz wurde über den Rhein- Herne- Kanal angeliefert. Für die Strecke vom Kanalhafen zu den Hochöfen hatte man zwischen 1901 und 1930 eigens eine eigene neun Kilometer lange Eisenbahnstrecke gebaut: Die Erzbahntrasse. Die Ära der Hochöfen an der Alleestraße endete in den sechziger Jahren. Heute ist von den Hochöfen nichts mehr zu sehen, die Strecke wurde zwischen 2002 und 2008 zu einem Radweg umgebaut.
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damals

Eine Schneise durch die Stadt

Bis in die 60er Jahre trafen sich die Verkehrsströme aus Gelsenkirchen, Bochum und dem Wattenscheider Süden in der Innenstadt, der heutigen Fussgängerzone. Die Bahnhofstraße endete an der Westenfelder Straße und der August- Bebel- Platz wat nicht mehr als ein kleiner Platz, nicht einmal halb so groß wie heute. An der Stelle der Polizeiwache im ehemaligen REAL- Verwaltungsgebäude befand sich ein Friedhof.


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damals

Levi Spiero und der Alte Markt

An der ersten Wattenscheider Kreuzung überhaupt, an der ursprünglich die vier Himmelsrichtungen als Nord-, Süd- Ost- und Weststraße zusammentrafen, lässt sich einmal mehr die Entwicklung Wattenscheids ablesen. Um 1900 herum war dies eine normale Innenstadtkreuzung mit entsprechender Bedeutung für den Verkehr. Autos gab es kaum, die Menschen reisten mit der Straßenbahn. Aus der Wattenscheider City fuhren Bahnen nach Höntrop, Westenfeld, Leithe, Herne, Bochum und Gelsenkirchen. Diese fuhren alle durch die Innenstadt; die Marienstraße oder die Berliner Straße gab es noch lange nicht.
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